öffentlich

Für Franken ist dieses „bassd scho“ ein Ausdruck höchster Euphorie und bedeutet, kurz gesagt, „besser geht es nicht“. Doch wahrscheinlich kommt uns diese satteste aller fränkischen Wohlfühlbezeugungen momentan gar nicht so leicht über die Lippen. Zum einen wegen der aktuell wieder verschärften Corona-Situation und den damit verbundenen Einschränkungen – uns wird immer klarer, dass die Hoffnungen auf schnelle Normalität, die wir im Sommer vielleicht hatten, enttäuscht wurden.

Vielleicht haben sie auch die Plakate im Juli oder Herbst dieses Jahres in Erlangen bemerkt, mit der die Lebenshilfe Erlangen e.V. den Blick auf Menschen mit Beeinträchtigung lenkt. „Wir sind Erlangen“, so steht auf den Plakaten, auf denen junge Menschen uns strahlend mit ihrer Lebensfreude anblicken. In einer Zeit, in der Masken unser Lächeln verdecken, bringen uns diese Menschen ein Lächeln in den Alltag. 

Wie gerne würde ich Ihnen eine Spritze in den Stiefel packen, in der Nacht zum Sonntag. Damit Sie am Nikolaustag aufwachen und etwas finden, das Not lindert, ganz wie es zum Nikolaus passt. In der Spritze wäre natürlich ein Impfstoff gegen das Corona-Virus. Oder, noch besser: Ich packe Ihnen ein Stückchen Schokolade als Schluckimpfung hinein. Das erspart Ihnen den Piks. Stattdessen gäbe es einen gesunden süßen Kick am Morgen.

Wenn ich in meinem Arbeitszimmer daheim an meinem Schreibtisch sitze (beim freiwilligen Home-Office) und an meine Pinwand schaue, dann fällt mein Blick immer wieder mal auf einen kleinen, schon etwas vergilbten Zettel. Mein Sohn hat ihn mir einst - als er zur Grundschule ging und gerade das Schreiben gelernt hatte – geschrieben: „Lieber Papa, ich wünsche dir viel freuten.“ so steht auf diesem kleinen Stück Papier.

Ich weiß nicht, ob Sie Christ*in sind, ob Sie einer Religionsgemeinschaft angehören, oder sich überhaupt als religiös bezeichnen? Indes, ich vermute, dass Sie Weihnachten feiern, anders als sonst, so gut es eben geht in Corona-Zeiten. Viele Menschen – ob Christ*innen oder nicht – sind ja fasziniert vom Weihnachtsfest. Denn Weihnachten rührt an unser Innerstes. Wir spüren, dass etwas Geheimnishaftes in diesem Fest steckt, Wir spüren es an der Freude der Kinder, in der Stille, die sich über den Abend legt, oder im Zusammensein mit lieben Menschen.

Als Jesus wieder einmal mit seinen Jüngern umherzog, wurde er in einem Dorf von zwei Schwestern eingeladen. Die eine Schwester, war damit beschäftigt, eine gute Gastgeberin zu sein und sich intensiv um die Gäste und ihr leibliches Wohl zu kümmern. Im biblischen Text lesen wir: Martha machte sich viel Arbeit, um für das Wohl ihrer Gäste zu sorgen (Lukas 10,40). Die andere Schwester, Maria, setzte sich ganz frech zu Jesus, um seinen Worten und Gedanken zu lauschen. Zwischen den Schwestern kommt es zur Verstimmung und Martha fordert Jesus auf, Maria zum Mithelfen zu bewegen.