
Bei heißen Temperaturen lud der Chor „Schall + Frau“, der Frauenchor im evang.-luth. Dekanat Erlangen am 2. Juli zu seinem ersten Konzert ins "Esscafé Valley" ein.
Unter der Leitung von Musikerin und Diakonin Sandra Schwarz trifft sich seit einem Jahr eine Gruppe junger Frauen wöchentlich zur Probe. Das Besondere: Die Probe findet zur Mittagszeit statt und herumwuselnde Kinder sind in den Reihen der Sängerinnen herzlich willkommen. Durch dieses offene Format ist es gerade Müttern, aber auch im Schichtdienst tätigen Frauen möglich, unkompliziert regelmäßig an den Proben teilzunehmen. Und das Konzept geht auf: Entstanden ist eine wunderbar klingende, vielfältige Gemeinschaft aus rund 40 stimmkräftigen Frauen. Nach kleineren Auftritten bei Taufen und Veranstaltungen des Dekanats lud der Chor nun zum ersten eigenen Konzert ein und begeisterte das mehr als zahlreich erschienene Publikum. Das Songrepertoire reicht dabei von den Red Hot Chili Peppers über Miley Cyrus bis hin zu Segensliedern.
Zentral für das Konzert war das Thema Stärke, Sichtbarkeit und Diversität von Frauen. Dies schlug sich nicht nur in der Auswahl der Lieder nieder, sondern auch darin, dass die Hälfte des Spendenerlöses an die Präventionsarbeit des Frauennotrufs Erlangen gespendet wurde. Leider muss sich „Schall + Frau“ Ende Juli von seiner Pianistin verabschieden, die nach Kanada zurückkehren wird – und ist deshalb ab sofort auf der Suche nach einer neuen Pianistin!
Weitere Infos und Kontakt über Diakonin Sandra Schwarz.
Erschreckend aktuelle Gewaltzahlen
In Erlangen haben die evangelisch - lutherischen Kirchengemeinden und ihre Mitglieder im Frühjahr mehr als 7.000 Euro für diakonische Hilfen gegen häusliche Gewalt gesammelt. Knapp die Hälfte davon fließt direkt in die lokalen Hilfe- und Präventionsstellen der Diakonie Erlangen sowie des Diakonischen Zentrums in Erlangen-Büchenbach. Dort wird unter anderem von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern in akuter Not finanziell und beratend geholfen. Familien in Konfliktlagen, die zu eskalieren drohen, werden pädagogisch begleitet. Auch diakonische Frauenhäuser und Interventionsprojekte in ganz Bayern werden mit den Erlanger Spenden unterstützt. Denn das Thema ist aktueller denn je.
Über 16 Prozent aller Frauen in Deutschland sind von körperlicher Gewalt betroffen – und zwar aus allen gesellschaftlichen Milieus. Psychische Gewalt in einer Partnerschaft erfährt sogar jede zweite Frau (48,7 %) im Laufe ihres Lebens. Bei den Männern sind es ebenfalls 40 Prozent. Dabei ist davon auszugehen, dass diese Zahlen sogar noch deutlich höher liegen: Erst im Februar dieses Jahres hatte das Bundesfamilienministerium mit der deutschlandweiten Dunkelfeldstudie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ (LeSuBiA) öffentlich sichtbar gemacht, dass nach wie vor 95 % der Gewaltfälle in (Ex-) Partnerschaften im Dunkeln, das heißt ohne Anzeige, bleiben.
Die Diakonie Bayern hatte deshalb in ihrer jährlichen Frühjahrssammlung Spender*innen aufgerufen, sich für die Opfer und entsprechende Hilfeangebote in der Region zu engagieren. Denn nach wie vor ist die Hilfelandschaft für Gewaltbetroffene auch in Bayern strukturell unterfinanziert – trotz des stetig wachsenden, alarmierenden Bedarfs.
Der Erlanger Dekan Dr. Bernhard Petry sagt dazu: „Die Diakonie fungiert – wie überall in Bayern – als erste Hilfestelle für Menschen in Not. Sie lebt damit einen Auftrag, den wir als nächstenliebende Christinnen und Christen haben. Deshalb danke ich allen Spenderinnen und Spendern aus unseren Gemeinden im Dekanat Erlangen, die diese wichtige Arbeit zuletzt wieder finanziell und solidarisch unterstützt haben.“
Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Erlangen-Neustadt sucht spätestens ab dem 1.10.2026 eine/n
Pfarramtssekretär_in (m/w/d) unbefristet in Teilzeit mit 20 Wochenstunden.
Der Arbeitskontext
• Die Neustädter (Universitäts-)Kirche und Altstädter Kirche sind die zentralen, innerstädtischen Repräsentanten evangelisch-lutherischer Kirche in Erlangen. Seit 2023 befinden sie sich in einem immer weiter zusammenwachsenden Pfarreiverbund und bieten damit mittelfristig auch eine Perspektive fachlicher Spezialisierung in einem Sekretariat mit mehreren Personen.
• Sie arbeiten integrierend und koordinierend in einem Team mit den drei Pfarrer_innen der Pfarrei, dem Kirchenvorstand, der Kantorei, sowie nebenamtlich Mitarbeitenden in der Kirchenmusik, der Mesnerei, der Öffentlichkeitsarbeit und der Friedhofspflege in der Neustädter Gemeinde.
• Ihre Arbeit wird durch die Fachabteilungen der regionalen Kirchenverwaltung (Kirchengemeindeamt) unterstützt.
• Sie sind an drei Tagen in der Woche im Pfarrbüro in der Friedrichstr. 15 präsent, davon mindestens ein Nachmittag. Arbeiten im Homeoffice ist in begrenztem Umfang nach Absprache möglich.
An 67 Orten - im Dekanat Erlangen in Uttenreuth - öffnete die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ihre Türen für Trauungen und Segnungen
Es war das bislang heißeste Wochenende des Jahres – und zugleich ein Festwochenende der Liebe: Bei der Aktion „einfach heiraten“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) haben am Freitag, 26. Juni 2026, an 67 Orten in Bayern insgesamt 810 Paare mitgemacht. Davon ließen sich 288 Paare kirchlich trauen, 522 Paare segnen. (in Uttenreuth haben 15 Paare mitgemacht, davon 5 Trauungen, 5 kirchliche Segnungen und 5 Kurz-Segnungen)
„So viel Liebe: 810 Paare an 67 Orten in Bayern zeigen, wie groß die Sehnsucht vieler Menschen nach Segen - dem Ja Gottes - und kirchlicher Begleitung ihrer Liebe ist. Mein großer Dank gilt den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die mit großem Engagement, Kreativität und Herzenswärme dieses Festwochenende der Liebe möglich gemacht haben. Eine Aktion dieser Größenordnung kann nur gelingen, wenn Menschen ihre unterschiedlichen Gaben einbringen“, betonte Landesbischof Christian Kopp.
Mit dem neuen „Haus des jüdischen Lebens“ soll die Jüdische Kultusgemeinde Erlangen in der Hindenburgstraße ihre erste eigene Synagoge bekommen. Das evangelische Dekane-Kollegium, Gerhild Rüger und Dr. Bernhard Petry, betont im Video mit dem prophetischen Bibelwort „Suchet der Stadt Bestes“, wie viel dieses Projekt für ein offenes Erlangen bedeutet. Es geht um Sichtbarkeit, Begegnung und darum, einen sicheren Raum für ein vielfältiges, lebendiges Gemeindeleben zu schaffen.
- Mehr Infos: https://jkgerlangen.de/neue-synagogue
- Direkt Spenden: https://betterplace.org/p167967
Gerhild Rüger und Dr. Bernhard Petry: „Suchet der Stadt Bestes“
Das diesjährige Sommerprogramm von Bildung Evangelisch lädt dazu ein, die freien Tage in den Sommerferien für neue Impulse, Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse zu nutzen. Das abwechslungsreiche Angebot verbindet Kultur, Gemeinschaft und Spiritualität auf vielfältige Weise.
Freuen Sie sich auf
- inspirierende sommerliche Lesungen,
- einen lebendigen Bibliolog im Garten,
- den Sommerabend der Kunst,
- Tagesfahrten und kreatives Kochen für Kinder.
Zudem erwarten Sie geführte Museumsbesuche, die neue Perspektiven auf den Deutschen Orden und Zeitgeschichte der Diakonie eröffnen. Das Team vonn BildungEvangelisch lädt Sie herzlich zur Teilnahme ein und freut sich auf die Begegnung und den gemeinsamen Austausch mit Ihnen. Alle Termine und Details zur Anmeldung finden Sie in dem doppelseitigen Flyer. Teilnehmende der letzten Jahre bekommen es automatisch per Post zugesendet. Sie können das Faltblatt auch direkt in der Villa an der Schwabach abholen oder als PDF herunterladen.
KLICK-> Das Sommerprogramm von Bildung Evangelisch aus Erlangen.
Neue Familienführung im BIBEL MUSEUM BAYERN
Am 30. Mai 2026 startet im BIBEL MUSEUM BAYERN erstmals die Familienführung „Erzähl mir was! Von Timo und den ersten Christen“. Das neue Format richtet sich an Familien mit Kindern und nimmt kleine wie große Entdecker:innen mit auf eine spannende Reise in die Antike.
30.05. | 06.06. | 13.06. | 18.07 | 25.07.2026, jeweils um 14:30 Uhr
„Erzähl mir was! Von Timo und den ersten Christen“
Familienführung im BIBEL MUSEUM BAYERN, Lorenzer Platz 10, 90402
4€ pro Kind, zzgl. Eintritt – Tickets im Online-Shop des BMB erhältlich
Auf einem unterhaltsamen Streifzug durch das Bibelmuseums reisen die Teilnehmenden mit Religionspädagogin Helga Jakob-Stralka rund 2000 Jahre zurück in die römische Stadt Lystra im heutigen Gebiet der Türkei. Dort begegnen sie Timotheus – genannt Timo –, einem neugierigen Jungen, der den Apostel Paulus kennenlernt und durch ihn von Jesus erfährt. Zusammen mit Timo folgen die Besucher:innen den Spuren des Apostels Paulus nach Korinth und Athen und erleben, wie dort erste christliche Gemeinden entstehen.
Ein Moment der Ruhe, ein Impuls für die Woche und ein neuer Blick auf den Alltag – das sind die Sonntagsgedanken im Franken Fernsehen. Seit Kurzem bereichert Pfarrerin Dr. Nina Mützlitz aus Erlangen-Tennenlohe das Sonntagsgedankenteam der regelmäßigen Prediger*innen aus den Dekanaten Nürnberg, Fürth und Erlangen. Mit ihren inspirierenden, lebensnahen und tiefgründigen Gedanken – zum Beispiel über Familie und Umzug – begleitet sie die Zuhörenden in die kommende Woche.
Sonntags verpasst? Kein Problem!
Die Sonntagsgedanken gibt es nicht nur live, sondern auch zum Nachschauen, Mitnehmen und Teilen. Alle Beiträge – auch die von Nina Mützlitz – finden Sie gesammelt in der YouTube-Playlist des Dekanats Nürnberg. So können Sie die Impulse genau dann hören, wenn es in Ihren Alltag passt. Jetzt reinschauen & abonnieren: Hier geht es direkt zu den Sonntagsgedanken auf YouTube.
Am Samstagvormittag, den 21. März, kam die Dekanatssynode im Gemeindehaus B11 in der Erlanger Altstadt zusammen, wobei 60 Delegierte und Gäste aus den Kirchengemeinden und dekanatsweiten Diensten für eine lebendige, von offenem Austausch und konstruktivem Miteinander geprägte Atmosphäre sorgten.
Ein zentraler Meilenstein der Tagesordnung war die Verabschiedung des Dekanatsschutzkonzeptes zur Prävention sexualisierter Gewalt. Zwei wesentliche Bausteine wurden hervorgehoben: ein funktionierendes Beschwerdemanagement und das Thema Intervention. Die Präventionsbeauftragte Diakonin Uli Böhner und die für das Konzept verantwortliche Dekanin Gerhild Rüger stellten beides anhand hilfreicher Beispiele anschaulich vor. Die Dekanatssynode dankte dem ganzen Team für die aufwändige Erstellung des Schutzkonzeptes.
Im Anschluss präsentierte Dekan Bernhard Petry den Bericht der beiden Dekanspersonen. In diesem Jahr setzte der Bericht über die laufenden Transformationsprozesse in der gesamten Landeskirche ins Bild. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen und Einnahmen unterstrich er die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Konsolidierung sowie einer klugen strategischen Weiterentwicklung. Die darauffolgende offene Fragerunde bot Raum für Transparenz und das Erkennen chancenreicher Perspektiven, bevor Dekan Petry den intensiven Vormittag mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf die Jahreslosung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ beschloss. Er ermutigte die Anwesenden mit den Worten, dass es in der Bibel eigentlich immer um den Aufbruch und die Bewegung hin zu einer Welt gehe, wie Gott sie gewollt habe, und betonte: „Wir müssen davor keine Angst haben.Erneuerung gehört zu uns, schon immer. Gott ist mit uns auf dem Weg.“
Beim Basiskurs Seelsorge „Engagement mit Herz und Kompetenz“ begaben sich 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an vier intensiven Abenden bei Bildung Evangelisch in Erlangen auf eine Entdeckungsreise in ein anspruchsvolles Ehrenamt. An drei Kursabenden vermittelten Sabine Gilson (Erwachsenenbildnerin), Carsten Kurtz (Diakon) und Frank Nie (Pfarrer und Klinikseelsorger) grundlegende Kompetenzen der Seelsorgearbeit. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Entwicklung einer achtsamen, zuhörenden Haltung sowie auf der reflektierten Einschätzung der eigenen Eignung für dieses herausfordernde Tätigkeitsfeld.
Ein Höhepunkt war der vierte Abend, an dem der direkte Austausch mit der Praxis im Mittelpunkt stand. Insgesamt acht unterschiedliche Einsatzstellen – von Krankenhaus- Telefon- und Notfallseelsorge über den Hospizverein und Besuchsdienst bis hin zu innovativen Angeboten wie dem Kaffee-Bike in St. Matthäus – stellten ihre Arbeit persönlich vor. Dadurch erhielten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke, konnten Kontakte knüpfen und – wenn gewünscht – direkt erste Schritte in ihr künftiges Engagement gehen.
Die große Nachfrage nach dem Kurs sowie das durchweg positive Feedback der Teilnehmenden ermutigen das Team bereits, weitere Kurstermine im Herbst ins Auge zu fassen.
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