öffentlich

Endlich wieder Urlaubszeit.  Und vor allem: endlich wieder die Möglichkeit zu verreisen. Wie schön, das Gefühl zu erleben -bei aller gebotenen Vorsicht in diesen Zeiten- in anderen Regionen, anderen Ländern wieder willkommen zu sein. 
Und auch wir selbst können wieder Gäste beherbergen. Die Ferienwohnungen in der Region dürfen wieder vermietet werden oder die eigene Familie aus dem Ausland kann endlich wieder zu Besuch kommen- wie bei mir zu Hause in diesen Tagen.
Es tut uns gut, Gast zu sein aber eben auch Gastgeber. 

Die Tage werden kürzer, ein freundlicher Spätsommer lädt zum Verweilen am Abend ein. Die Ferien sind vorbei und die Schule hat wieder begonnen. Immer noch unter dem Einfluss von Pandemiemaßnahmen versuchen wir, unser Leben wieder möglichst „normal“ zu gestalten. Wir werden noch eine Weile an Geduld benötigen, bis man sich wieder sorglos in größeren Menschenansammlungen bewegen kann. Es tut gut, sich zwischendurch auszuruhen in dieser immer noch sehr unruhigen Welt. Haben die zurückliegenden Monate doch mehr an den Kräften gezehrt, als man es sich manches Mal eingestehen will.

Ich liebe Sonnenblumen. Sie strahlen so fröhlich, sind groß und haben satte Farben. Eine interessante Eigenschaft haben diese Blumen: Sie drehen sich immer in Richtung Sonne. Dazu brauchen sie keine Muskeln, dafür sorgt ein chemischer Stoff, der beim Wachstum die Richtung bestimmt. Ist die Sonnenblume ausgewachsen, dann schaut sie immer nach Osten, also dorthin, wo die Sonne aufgeht. Es ist dann nicht so entscheidend, ob sich die Sonne zu dieser Zeit zeigt oder nicht. Die Sonnenblume hat sich „entschieden“.

Der rote Kreis symbolisiert unsere Welt mit all ihren Nöten. Rot ist die Farbe des Bluts der vielen Verletzten und Getöteten, mit denen wir in den Notfällen zu tun haben.

Vor dem roten Kreis sehen wir das Sternenkreuz. Das Kreuz ist das universelle Symbol aller Christen. Es steht für unseren Glauben an die Auferstehung und an den Sieg von Jesus Christus über den Tod. Der Stern ist das Zeichen der Hoffnung.

Das Sternenkreuz reicht über den roten Kreis hinaus. Das bedeutet: Notfallseelsorge will in dieser Welt helfen, aber sie ist nicht in dieser Welt gefangen. Wir leben genau so in der anderen Realität und auf diese andere Realität hin, die all unser Wissen und Verstehen überschreitet: Gott.

Von Anfang an wussten die christlichen Gemeinden, dass sie eine besondere Verantwortung für kranke und schwache Menschen hatten. Es gehörte immer auch zu den Aufgaben von Klöstern, Kranke zu behandeln und Arme zu unterstützen.
Im großen Umfang wurden diese Tätigkeiten von den Ritter- und Hospitalorden ausgebaut, die es sich in der Zeit der Kreuzzüge zur Aufgabe machten, insbesondere die Jerusalempilger zu unterstützen und zu schützen. So richtete z.B. der Johanniterorden ein großes Spital in Jerusalem ein, in dem Kranke behandelt und betreut werden konnten. Zum Pflegepersonal gehörten selbstverständlich auch Priester, die sich um die seelischen Belange der Patienten kümmerten.

Die Notfallseelsorge ist, durch eine*n so genannte*n „Seelsorger*in vom Dienst“ (=SvD) 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr erreichbar.

In der Regel wechseln die SvD wöchentlich.

Die Mitarbeitenden der NFS sind in der Regel hauptamltiche kirchliche Mitarbeiter*innen (Pfarrerinnen, Pfarrer, Diakoninnen, Diakone).

Die wesentliche Qualifikation ist eine kirchlich anerkannte Seelsorgeausbildung, die durch Berufserfahrung, andere Fortbildungen und spezielle Fortbildungen in der Notfallseelsorge ergänzt wird.