Notfallseelsorge in Erlangen und Umgebung

Im Notfall - ein Team
Bildrechte: NFS Bayern

Ein schwerer Verkehrsunfall mit Verletzten oder der überraschende Tod eines geliebten Menschen versetzen Betroffene und Angehörige in Schock.

Und während das Räderwerk aus Ärzten, Medizin und Technik perfekt abläuft, bleiben ihre Fragen, Ängste und Gefühle unbeantwortet im Raum stehen. In solchen Grenzsituationen stehen ausgebildete Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger für erste Fragen und Bedürfnisse von unverletzten Beteiligten, von Verletzten und Angehörigen oder für die technischen sowie medizinischen Einsatzkräften zur Verfügung. Sie übernehmen oder begleiten das Überbringen von Todesnachrichten und beten für Sterbende und Tote.

Wir, die Notfallseelsorge Erlangen, sind eine Einrichtung der evangelischen Kirche mit ökumenischer Besetzung und ökumenischer Ausrichtung. Wir sind in der Regel hauptamtlich Mitarbeitende in der evangelischen oder katholischen Kirche mit seelsorgerlicher Ausbildung.
Wir verstehen unseren ehrenamtliche Einsatz in der Notfallseelsorge als „Erste Hilfe für die Seele“ für Menschen in Not.

Wir werden gerufen von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst.
Wir betreuen bei Schadensfällen in den ersten Stunden die Betroffenen.

Sollten Sie selbst einmal in eine Notlage kommen, bitten Sie die eingesetzten Hilfsdienste um die Anforderung der Notfallseelsorge. Dann stehen wir auch Ihnen gerne mit unserer Zeit und unserer seelsorgerlichen Kompetenz zur Seite!

Im Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Erlangen koordiniert Pfarrer Christoph Thiele das Team der Notfallseelsorge.

Dienstplan

 

Mai 2022
02.05. - 09.05. Pastoralreferent Martin Förster & Team, Seelsorgebereich Erlangen + Andrea Horner-Schmid
09.05. - 16.05. Pfarrer Christoph Thiele, Kalchreuth + Renate Paxton
16.05. - 23.05. Pfarrer Dr. Gunther Barth, Erlangen-Büchenbach + Andrea Horner-Schmid
23.05. - 30.05. Pfarrer Andreas Hornung, SSB Weißenohe-Eckental

 

Juni 2022
30.05. - 06.06. Pfarrerin Julia Illner & Kriseninterventionsberaterin Stefanie Zeuch, Forth + Andrea Horner-Schmid
06.06. - 13.06. Pfarrerin Cordula von Erffa, Neunkirchen + Pfarrer i.R. Heinz Bäßler, Erlangen
13.06. - 20.06. Pfarrer i.R. Heinz Bäßler, Erlangen + Pfarrer Dr. Gunther Barth, Erlangen-Büchenbach + Andrea Horner-Schmid
20.06. - 27.06. Pfarrer Christian Schmidt, Eltersdorf
27.06. - 04.07. Pastoralreferent Martin Förster & Team, Seelsorgebereich Erlangen + Andrea Horner-Schmid

 

Juli 2022
04.07. - 11.07. Pfarrer Helmut Hetzel & Team, Seelsorgebereich Aurach - Seebachgrund
11.07. - 18.07. Pastoralreferent Leo Klinger & Team, SSB ER-Nordwest + Andrea Horner-Schmid
18.07. - 25.07. Pfarrer Johannes Saffer & Team, Seelsorgebereich Aurach - Seebachgrund
25.07. - 01.08. Pfarrer Christoph Thiele, Kalchreuth + Andrea Horner-Schmid

 

Hintergrunddienst

 

Mai 2022
02.05. - 08.05. Helmut Hetzel
09.05. - 15.05. Andreas Hornung (ab 13.05. Christoph Thiele)
16.05. - 22.05. Christoph Thiele
23.05. - 29.05. Cordula von Erffa

 

Juni 2022
30.05. - 05.06. Cordula von Erffa
06.06. - 12.06. Andreas Hornung
13.06. - 19.06. Helmut Hetzel
20.06. - 26.06. Christoph Thiele

 

Juli 2022
27.06. - 03.07. Andreas Hornung
04.07. - 10.07. Christoph Thiele
11.07. - 17.07. Helmut Hetzel
18.07. - 24.07. Cordula von Erffa
25.07. - 31.07. Andreas Hornung

Organisation

Die Notfallseelsorge ist, durch eine*n so genannte*n „Seelsorger*in vom Dienst“ (=SvD) 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr erreichbar.

In der Regel wechseln die SvD wöchentlich.

Die Mitarbeitenden der NFS sind in der Regel hauptamltiche kirchliche Mitarbeiter*innen (Pfarrerinnen, Pfarrer, Diakoninnen, Diakone).

Die wesentliche Qualifikation ist eine kirchlich anerkannte Seelsorgeausbildung, die durch Berufserfahrung, andere Fortbildungen und spezielle Fortbildungen in der Notfallseelsorge ergänzt wird.

Geschichte

Von Anfang an wussten die christlichen Gemeinden, dass sie eine besondere Verantwortung für kranke und schwache Menschen hatten. Es gehörte immer auch zu den Aufgaben von Klöstern, Kranke zu behandeln und Arme zu unterstützen.
Im großen Umfang wurden diese Tätigkeiten von den Ritter- und Hospitalorden ausgebaut, die es sich in der Zeit der Kreuzzüge zur Aufgabe machten, insbesondere die Jerusalempilger zu unterstützen und zu schützen. So richtete z.B. der Johanniterorden ein großes Spital in Jerusalem ein, in dem Kranke behandelt und betreut werden konnten. Zum Pflegepersonal gehörten selbstverständlich auch Priester, die sich um die seelischen Belange der Patienten kümmerten.

Abzeichen

Der rote Kreis symbolisiert unsere Welt mit all ihren Nöten. Rot ist die Farbe des Bluts der vielen Verletzten und Getöteten, mit denen wir in den Notfällen zu tun haben.

Vor dem roten Kreis sehen wir das Sternenkreuz. Das Kreuz ist das universelle Symbol aller Christen. Es steht für unseren Glauben an die Auferstehung und an den Sieg von Jesus Christus über den Tod. Der Stern ist das Zeichen der Hoffnung.

Das Sternenkreuz reicht über den roten Kreis hinaus. Das bedeutet: Notfallseelsorge will in dieser Welt helfen, aber sie ist nicht in dieser Welt gefangen. Wir leben genau so in der anderen Realität und auf diese andere Realität hin, die all unser Wissen und Verstehen überschreitet: Gott.