Dekanat

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Die Stadtgesellschaft in Erlangen hat ein starkes Zeichen für ein gleichberechtigtes und solidarisches Zusammenleben gesetzt:

Dekan Dr. Bernhard Petry gehört zu den über 40 Erstunterzeichnern der „Erlanger Erklärung für Vielfalt, Respekt und Toleranz“. Mit der Unterschrift für das Evang. Luth. Dekanat Erlangen zeigt er, dass sich die evang. Kirche, gemeinsam mit zahlreichen Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, zu den Werten der Erklärung bekennt. Die feierliche Unterzeichnung fand am 06. Oktober 2025 im Rathaus statt. Sie bildet den Höhepunkt eines Prozesses, der vom Büro für Chancengleichheit und Vielfalt / Internationale Beziehungen initiiert wurde. Die Unterzeichnenden bekunden mit der Erklärung das gemeinsame Ziel eines gleichberechtigten, solidarischen und diskriminierungsfreien Zusammenlebens in Erlangen. Grundlage sind die Würde jedes Menschen sowie die Grund- und Menschenrechte.
Das Netzwerk der Unterzeichnenden hat zum Ziel, gemeinsame Werte aktiv in ihren Organisationen zu leben und nach außen zu vertreten. Die Erklärung bietet eine Plattform, um Ressourcen zu bündeln, Kooperationen zu stärken und gemeinsam wirksame Maßnahmen für eine noch lebenswertere Stadtgesellschaft zu erarbeiten.
Mit der Unterschrift von Dekan Dr. Petry unterstreicht das Dekanat Erlangen die Bedeutung dieser Werte für das kirchliche und gesellschaftliche Leben in der Region.

Grundsätzlich ist die Unterzeichnung für alle Organisationen mit Sitz in Erlangen offen, die sich mit den Werten und Zielen identifizieren sowie Interesse an der Zusammenarbeit haben. Unternehmen, Vereine, Forschungseinrichtungen oder Gruppen sind im Netzwerk willkommen. Wenn Sie die Erlanger Erklärung unterzeichnen möchten, schicken Sie bitte eine Nachricht an: diversity@stadt.erlangen.de

Dekan Peter Huschke auf dem Schlossplatz in Erlangen
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Wort des Erlanger Dekans Peter Huschke zum 3ten Advent (hier als Video)

Seht die gute Zeit ist nah, 
Gott kommt auf die Erde,
kommt und ist für alle da, 
kommt, dass Friede werde. 

Mit diesem Adventslied grüße ich Sie zum dritten Advent. Ich grüße Sie heute vom Erlanger Schlossplatz.
Ich stehe vor den Tannenbäumen, von denen meine Frau und ich immer einen für uns als Christbaum aussuchen. Christbaum auszusuchen und nach Hause zu tragen gehört für mich alle Jahre wieder zum Advent. Es macht mir deutlich: Die gute Zeit ist nah. Gott kommt auf die Erde.
Aber sonst sehe ich hinter den Bäumen das bunte Treiben auf dem Weihnachtsmarkt mit seinen Buden. Ich rieche den Glühwein und die Mandeln. Ich sehe die bekannten Gesichter in den Buden. Ich höre die angeregten Unterhaltungen. Ich freue mich über die Krippe im Mittelpunkt des Marktes. All das fehlt in diesem Jahr mit Covid 19 auf dem Schlossplatz hier in Erlangen im Advent. Eine einzige Bude ist zu sehen. Ein paar Menschen reden miteinander. Mir fehlt, was für mich nun in all den Jahren, die wir hier in Erlangen gelebt haben, zum Advent gehört hat.

Seht die gute Zeit ist nah, 
Gott kommt auf die Erde,
kommt und ist für alle da, 
kommt, dass Friede werde.
 

Dekan Peter Huschke 1. Advent - Video Link im Text
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"Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsere Nacht nicht traurig sein." (Video hier)

Andacht (mit Video - Link zu YouTube) zum 1. Advent von Dekan Peter Huschke zum bekannten Kirchenlied von Dieter Trautwein (Nr. 56 Evang. Gesangbuch) über die Hoffnung in bewegten Zeiten.

"Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsere Nacht nicht traurig sein."
Mit diesem Refrain aus einem Lied des Frankfurter Pfarrers Dieter Trautwein, grüße ich Sie zum ersten Advent.

Zum Anzünden der ersten Kerze im Advent passen für mich diese Worte. Sie erinnern mich schon jetzt an das Licht, das in der Finsternis scheint, an das Kind in der Krippe, an Jesus Christus, Gottes Sohn und Gottes Licht für uns Menschen. Und dieses Licht am Horizont brauche ich in diesen Adventstagen mitten in meiner Welt. Ich brauche ein Licht am Horizont mitten in allem Durcheinander mit dem Covid 19, in meinem Ärger über Menschen, die ich eigentlich schätze, die sich aber nicht impfen lassen, in meinem ohnmächtigen Frust, dass eine junge Frau mit Kind im Haus neben mir letzte Woche abgeschoben worden ist, und in meinem Ärger über mich selber, dass mein eigener Einsatz für die Umwelt oft so halbherzig ist trotz allem Wissen, was da alles drohend auf uns zukommt. Da kommt mir mein Alltag oft ziemlich dunkel vor – teils verzweifle ich da an mir, teils an anderen. Da brauche ich ein Licht, das mein Selbstmitleid, meine Ohnmacht, meine Mutlosigkeit in ein anderes Licht, ins Licht der Liebe Gottes stellt. Ich brauche ein Licht, das andere Menschen und mich wieder ins richtige Licht stellt, ins Licht der Liebe Gottes, wie Jesus es uns in seinem Reden und Handeln vorgelebt hat. Da tut es mir gut, erinnert zu werden: Gott selber ist mit Jesus genau in diese Welt gekommen, wo Finsternis durch Feigheit, durch Unüberlegtheit, durch Mutlosigkeit und durch Bosheit von uns Menschen so vieles dunkel sein lässt. Schon die erste Kerze erinnert mich im ganz Kleinen, dass Gott