Erlangen (epd). Rund 3.500 Menschen in Stadt und Landkreis Erlangen unterstützt die Erlanger Tafel mit Lebensmitteln. Als er 2022 bei der Tafel anfing, seien es noch 1.600 Menschen gewesen, sagte Leiter Johannes Sikorski am Mittwoch bei einem Pressegespräch. Seit 30 Jahren gibt es die Erlanger Tafel, die 1996 von Studierenden in Eigenregie gegründet wurde. Inzwischen gehört sie zur Diakonie Erlangen. Als Hauptursachen sieht Sikorski die steigende Kinder- und Altersarmut. 32 Prozent der Bedürftigen, die auf die Lebensmittelspenden angewiesen sind, seien Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. „Eine erschreckende Zahl in einer reichen Stadt wie Erlangen“, findet Sikorski. Auch die Zahl von Kunden mit psychischen Erkrankungen nehme zu. Das stelle die Ehrenamtlichen vor neue Herausforderungen.
170 aktive Ehrenamtliche
Auch wenn es in den Leitungspositionen Hauptamtliche gibt, baut das Grundprinzip der Tafeln auf freiwillige Hilfe. Rund 170 Ehrenamtliche arbeiten regelmäßig
