Aktuelles

Universitätsgottesdienste in der Neustädter Kirche

Gottesdienste im Wintersemester 20/21

Flyer Universitätsgottesdienste Erlangen NeustadtDie Hochschulgemeinden in Erlangen laden auch in diesem Wintersemester wieder zu evangelischen und katholischen Universitätsgottesdiensten ein. Den Auftakt bildet ein gemeinsamer, ökumenischen Gottesdienst zum Semesterbeginn am Dienstag den 03. November um 20 Uhr in St. Bonifaz. Die weiteren, regelmäßigen Gottesdienste mit unterschiedlichen Prediger*innen finden dann in der Universitätskirche / Neustädter Kirche statt. Die Termine entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Flüchtlinge ertrinken lassen geht gar nicht. Punkt!

Das Dekanat Erlangen unterstützt und teilt die Aussagen des Dekanats Nürnberg.

Rettungsring als Symbol im KREUZ+QUER

Flüchtlinge ertrinken lassen geht gar nicht. Punkt!

Diesen Satz aus der Abschlusspredigt des Evangelischen Kirchentags in Dortmund 2019 unterschreiben wir und wollen wir umsetzen.

Vieles kann man diskutieren und darüber wird es unterschiedliche Meinungen geben:

  • Ob unsere Kirche ein Rettungsschiff mit Spenden unterstützen soll oder nicht.
  • Wie mit den geflüchteten Menschen umgegangen wird, nachdem sie Europa erreicht haben.
  • Was Entwicklungshilfe dazu beitragen kann, dass Fluchtursachen bekämpft werden.
  • All dies darf diskutiert werden!

Bei allem muss aus unserer Sicht jedoch der Minimalkonsens immer lauten: Unter gar keinen Umständen darf man Menschen ertrinken lassen! Aus christlicher Sicht ist diese Forderung bedingungslos.

Natürlich ist ein Schiff keine politische Lösung. Aber bis eine solche gefunden ist, ist es ein Beitrag zu einer menschlichen Lösung aus einer diakonischen Haltung der Liebe heraus. Schutz und Hilfe für Schwächere ist eine biblische Grundbedingung. Daher können wir Reden und Handeln nicht trennen. Auch das gehört zu unserer Glaubwürdigkeit.

Stadtdekan Dr. Jürgen Körnlein
zusammen mit den Nürnberger Dekaninnen und Dekanen und 68 Pfarrerinnen und Pfarrern.

Das Dekanat Erlangen unterstützt und teilt die Aussagen des Dekanats Nürnberg.

"Autumn serenade"

 Jazz vom Feinsten mit Dr. Lilo Kunkel in St. Bartholomäus, Eschenau - Sonntag, 25. Oktober, 17.00 Uhr

Lilo KunkelUnter dem Motto "Autumn serenade" präsentiert die Würzburger Jazz-Organistin Dr. Lilo Kunkel ein Programm mit Evergreens aus Swing und Latin. Auf dem Programm stehen gemäß dem Titel sowohl abendliche Musik (z. B. „Moon river“ von Henry Mancini) als auch herbstliche Stücke (etwa „Stormy weather“, eine Ballade des überaus produktiven Film- und Musicalkomponisten Harry Warren) – manchmal auch beides gleichzeitig wie bei dem namensgebenden Tango „Autumn serenade“ von Peter de Rose. Darüber hinaus zeigen Samba, Bossa und fetziger Blues, dass der Herbst sich nicht nur in melancholische Farben kleidet.
So versprechen also schwungvolle Rhythmen, eingängige Melodien und ungewohnte Klangkombinationen der Orgel ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Konzerterlebnis. Der Eintritt ist frei. Die Platzzahl für Konzertbesucher ist aufgrund geltender Abstandsregeln begrenzt.

Wort und Musik in der Markuskirche

Wort und MUSIK -„Schnittstellen“  Texte von Gryphius, Eichendorff und Schiller treten in den Dialog mit der Musik ein.

Liebe Freunde der Veranstaltungen von musik exquisit erlangenPhoto by <a href="/photographer/malcom1979-33722">Andrew Norton</a> from <a href="https://freeimages.com/">FreeImages</a>

Während sich die Infektionszahlen weiter erhöhen, laden musik exquisit dennoch zu weiteren Veranstaltungen der bekannten und neu ausgerichteten Reihe „Wort und MUSIK“ ein. 

Am Sonntag drauf, 25. Oktober, laden wir in die Markuskirche Erlangen-Ost ein. Um 19 Uhr heißt das Programm „Schnittstellen“. Es ist dem berühmten Zeitgenossen Arvo Pärt gewidmet, der gerade seinen 85. Geburtstag feierte. Er war übrigens selbst 1991 in der Erlanger Markuskirche und kennt auch die Barockorgel, als seine „Berliner Messe“ dort in der Orchesterfassung uraufgeführt wurde. Es erklingen drei der vier Orgelwerke Pärts: Trivium (wohl eine Reminiszenz an die Trinität), sodann Pari intervallo, das zum Tode eines Freundes 1976 komponiert wurde, und Annum per annum, ein Auftragswerk 1980 zur 900-Jahr-Feier des Speyerer Doms - das Werk gliedert sich in die Teile des christlichen Mess-Gottesdienstes. Pärts Musik wird landläufig mit dem Begriff „Neue Einfachheit“ bezeichnet; er selbst will unter Rückgriff auf alte Musik (in Form und klingenden Bausteinen) erreichen, dass die Hörenden wie in schon immer vertrauten Klängen bewegen. 
Zu Pärt treten zwei besondere Kompositionen J.S. Bachs: die große Chromatische Fantasie und Fuge und Präludium und Fuge a-moll aus dem Wohltemperierten Klavier - beide Werke haben mit Bachs Schicksalsjahr 1720 zu tun, als seine Frau starb. 

„Schnittstellen“ also in verschiedener Hinsicht, passend zur Zeitumstellung am 25. Oktober. Texte von Gryphius, Eichendorff und Schiller treten in den Dialog mit der Musik ein.

Kunstausstellung „Die Freude wählen“

Texte und Skulpturen von Cornelia Grzywa im Franziskushaus Röttenbach

Kunstausstellung „Die Freude wählen“ mit Texten und Skulpturen von Cornelia Grzywa im FranziskushausAm 16. 10. 2020 öffnet die Kunstausstellung „Die Freude wählen“ mit Texten und Skulpturen von Cornelia Grzywa im Franziskushaus, Wallweg 11 in 91341 Röttenbach.
Die Bildhauerin  aus dem Allgäu fertigt ihre Skulpturen aus Holz mit der Säge zu biblischen und existentiellen Themen und lädt damit zum Meditieren und Nachdenken ein. Jede Skulptur wird mit einem selbstverfassten kurzen Text begleitet. 
Cornelia Grzywa , geb. 1962, arbeitete zunächst als Graphikerin, Illustratorin und Fotografin, bis sie 2009 als Bildhauerin begann mit Holz zu arbeiten . Sie hat schon deutschlandweit ausgestellt, u.a. in der Dresdner Kreuzkirche, in Memmingen, Berlin und Mannheim. Zu unserem Jubiläum 25. Jahre Franziskushaus präsentiert sie u.a. ihre neuen Franziskus-Skulpturen. Infos unter: www.grzywa.cargo.site

Die Öffnungszeiten vom 16. 10. – 15 .11. 2020 sind immer Freitag, Samstag, Sonntag von 15.00 -18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bitte zu den Führungen und zur Vernissage am 16 .10. anmelden.

Erntedanksonntag: Mehr Leben auf Friedhöfen!

Landesbischof Bedford-Strohm: Kein Ex-und-Hopp der Schöpfung zuliebe!

Photo by <a href="/photographer/bromundt-35898">bromundt</a> from <a href="https://freeimages.com/">FreeImages</a>Pralles Leben auf der alten Friedhofsmauer: Hier blühen Zimbel- und Schöllkraut. Eidechsen wärmen sich in der Sonne und verstecken sich in den Mauerritzen. Hummeln, Wespen und Solitärbienen legen ihre Eier in den Hohlräumen zwischen den Steinen. Im Winter picken Amseln, Rotkehlchen und Stare die Früchte des Efeus, die schon ab Januar reif werden.
Damit das Leben auf der Friedhofsmauer erhalten bleibt, berät die Diplom-Biologin Barbara Füchtbauer im Projekt „Friedhöfe – Oasen für Pflanzen und Tiere“ Kirchengemeinden, wie sie auf ihrem Friedhof Lebensraum schaffen können für Pflanzen, Insekten, Vögel und Kleinsäuger. Friedhöfe eignen sich gut, denn es gibt Rasen, Hecken und alte Bäume. Wird ein Rasen nur zweimal im Jahr gemäht, entwickelt sich eine artenreiche Wiese. Alte Bäume und Hecken werden erhalten – soweit es die Sicherheit erlaubt – und beherbergen viele Insekten und Vogelarten. Bereits 24 Kirchengemeinden in Mittel- und Oberfranken sowie der Oberpfalz machen mit.

Für Landesbischof Bedford-Strohm gehört der aktive Einsatz für die Umwelt ganz selbstverständlich zum christlichen Glauben: „Ein Ex-und-Hopp Umgang mit den natürlichen Ressourcen passt nicht zur christlichen Botschaft von der Welt als Schöpfung Gottes“.

Blaulichtgottesdienst in Kalchreuth

Abschied und Staffelübergabe im Team

notfallseelsorge BlaulichtgottesdienstAm Mittwoch, den 30. September fand im Kirchhof der St. Andreas Kirche in Kalchreuth / Dekanat Erlangen ein ökumenischer „Blaulicht–Gottesdienst“ mit dem katholischen Dekan Pflaum und dem evangelischen Dekan Huschke statt. So nennt sich der Gottesdienst der Notfallseelsorge, in dem zwei langjährigen Notfallseelsorgern für ihr herausragendes Engagement gedankt wurde. Zugleich wurde auch das 25-jährige Bestehen der Notfallseelsorge im Dekanat Erlangen gefeiert.

Pfr. i.R. Rauhut hat das Amt der Notfallseelsorge 25 Jahre ehrenamtlich ausgeführt und den Aufbau des Notfallseelsorge-Netzes in Erlangen mitgestaltet. Aus Altersgründen legt er sein Amt nun nieder.
Gleichzeit wurde Pfr. Bäßler aus Erlangen-Bruck im Notfallseelsorge-Team in den Ruhestand verabschiedet. Pfr. Bäßler war für viele Jahre der Beauftrage des Dekanats Erlangen für diesen Bereich und hat den Bereitschaftsdienst organisiert und maßgeblich mitgetragen.

Die Notfallseelsorger stellen ein ökumenisches Netzwerk. Sie werden Tag und Nacht von den Einsatzkräften zu Unfällen und Unglücken hinzugezogen. An der Unfallstelle leisten sie bei den verletzten Personen und Angehörige professionellen Beistand und Begleitung. 
Die Beauftragung für das Dekanat Erlangen übernimmt ab sofort Pfr. Thiele aus Kalchreuth, der selbst schon viele Jahre mit im Notfallseelsorger-Team tätig ist. 

Dekan Pflaum und Dekan Huschke bedanken sich im Namen des Katholischen und Evangelischen Dekanats für die langjährige, ehrenamtliche Arbeit und wünschen den Ruheständlern „Alles Gute und Gottes Segen“. Gemeinsam beglückwünschen Sie Pfr. Thiele zu dem neuen Amt und freuen sich, dass die Beauftragung für die Notfallseelsorge hier in sehr guten Händen liegt.

Weihnachtsgottesdienste in der Fußgängerzone und in der Scheune

Ist zwar noch ein bisschen hin, aber: die Evangelische Kirchengemeinden in Erlangen und Bayern planen unter Corona-Bedingungen Weihnachtsgottesdienste an ungewöhnlichen Orten.

LandesbischofOb auf der großen Wiese im Park, in der Fußgängerzone, auf dem Schlossplatz oder in der großen Scheune – viele der 1537 evangelischen Kirchengemeinden in Erlangen und Bayern planen ihre Weihnachtsgottesdienste in diesem Jahr an außergewöhnlichen Orten. Weil dicht gedrängte Kirchenbänke an Heiligabend unter Corona-Bedingungen nicht möglich sind, werden viele Kirchengemeinden zu Weihnachtsgottesdiensten unter freiem Himmel einladen. Das berichteten die Regionalbischöf/innen aus den sechs bayerischen Kirchenkreisen im Rahmen der jüngsten Sitzung des Landeskirchenrats unter Leitung von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Viele Kirchengemeinden planen, den Weihnachtsbaum in diesem Jahr vor der Kirche aufzustellen für Weihnachtsgottesdienste im Freien. In anderen Gemeinden will man zu mehreren kurzen Gottesdiensten an verschiedenen Orten einladen, etwa auch in großen Scheunen, so dass alle Besucher auch mit Sicherheitsabständen Platz finden.
Landesbischof Bedford-Strohm: „Ich möchte, dass in diesem Jahr jeder einen Weihnachtsgottesdienst besuchen kann, der das will. Unsere Kirchen sind bei den nötigen Sicherheitsabständen zu eng. Darum gehen wir raus! Das Licht der Weihnacht wird in diesem Jahr auf vielen Wiesen und Plätzen erstrahlen. Vielleicht werden wir lange Unterhosen anziehen müssen, aber es werden hoffentlich besondere Weihnachtsgottesdienste werden, an die wir uns noch lange erinnern werden!“


München, 24. September 2020
Johannes Minkus, Pressesprecher

Lernen von Amazonien!

Ausstellung des Dritte Welt Ladens Erlangen in der Neustädter Kirche

Tropischer Regenwald am Río Cuyabeno, EcuadorDer Schutz der Regenwälder ist eine dringende Maßnahme für den Klimaschutz. Eine entscheidende Rolle kommt dabei den Bewohner*innen der Regenwälder zu: Ihr wertvolles Wissen über Flora, Fauna und jahreszeitliche Abläufe ist über Jahrtausende gewachsen und hat sie zu Hütern ihres Lebensraumes gemacht. Sie garantieren den Weiterbestand der Wälder, den Schutz der Böden und die Reinhaltung der Gewässer. Durch die Ausstellung soll der Zusammenhang zwischen dem eigenen Konsumverhalten und der Ausbeutung der Ressourcen dargestellt werden und die Besucher*innen sollen dafür sensibilisiert und animiert werden, eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Kindeskinder mitzugestalten. Ergänzt wird die Ausstellung durch Plakate, die aufzeigen, was wir (nicht nur) in Erlangen dem Klimawandel entgegensetzen können.

Ausstellung in der Neustädter Kirche

  • Eröffnung: Montag 28. September, 17 Uhr
  • Ausstellung geöffnet: So-Di 11-14 Uhr, Mi-Sa 11-16 Uhr

Führungen und Workshops (auch für kleinere Gruppen und für Schulklassen – mehrere Gruppen)  auf Anfrage

(24.09.VÖ geändert)

Moria ist abgebrannt! Carsten Kurtz Mo., 14.09.2020 - 12:34

Die Hölle Moria ist abgebrannt. Und damit ein Ort, der sinnbildhaft für den Ansatz der EU-Außenpolitik steht. Allein die Existenz eines Ortes wie Moria ist ein Skandal. Warum? 

Symbolischer Rettungsring hängt im Kreuz+QuerMoria ist der größte von fünf sogenannten Hotspots auf den griechischen Inseln (vier weitere gibt es in Italien). Zur effizienteren Verwaltung von flüchtenden Menschen hatte die Europäische Union 2015 dieses System etabliert, um direkt an den südlichen Außengrenzen der EU ankommende Asylsuchende zu registrieren, um sie dann wieder zurück in die Türkei zu schicken oder in Griechenland schmoren zu lassen. Die Doppeldeutigkeit des Wortes entbehrt jedes Zynismus. Seit fünf Jahren schaut Europa zu, wie sich diese Hotspots füllen und füllen, wie der Zeiger schon längst auf 12 steht, das Fass schon mehr als übergelaufen ist. 
2019 kamen etwa 123.700 Menschen als Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa. Davon erreichten etwa 74.600 Griechenland, 32.500 Spanien und weitere 11.500 Italien. Im gleichen Jahr sind ungefähr 1.900 Menschen laut Schätzung der Internationalen Organisation für Migration im Mittelmeer ertrunken. Aber wer weiß schon, wie viele es eigentlich sind. In Libyen sind zigtausende Geflüchtete auf ihrer Durchreise Folter ausgesetzt, im Mittelmeer ertrinken sie, in den europäischen Hotspots vegetieren sie vor sich hin.

Ich schreibe diesen Text und versuche mich an Fakten zu klammern. Fakten, die nicht schwer zu recherchieren sind und deren Deutung keinen Abschluss in Human Rights erfordern. Die Situation ist untragbar – und das ist sie schon so, so lange!

Diese Zustände sind nicht erst seit gestern ein Skandal. Also was dagegen tun?
Solidarisch sein: Seien Sie stolz auf eine Kirche, die ein Rettungsschiff auf die Beine stellt und stehen Sie hinter den Stadt- und Gemeinderät*innen, die sagen: „Wir haben Platz, wir sind ein Sicherer Hafen!“ Es gibt viele brennende Höllen, wie es Moria eine ist. 
Spenden: Mit Ihrer Spenden helfen Sie nicht nur konkret, Schlafsäcke, Zelte, Essen, Trinken und medizinische Versorgung zu finanzieren, sondern Sie zeigen Ihre Solidarität: mit den Geflüchteten und mit den Menschen, die sich seit Jahren für eine Veränderung der Zustände einsetzen! 
Gehandelt werden muss jetzt!

Schreibt Ihnen eine niedergeschlagene 

Carina Harbeuther (Beauftragte für  Flüchtlingsarbeit im Dekanat Erlangen)

mehr Informationen zum Thema auf den Seiten der EKD: https://www.ekd.de/flucht-und-integration-10884.htm

(14.09.20 - VÖ-Datum wegen Ansicht angepasst)

Spendenvorschläge: