Asyl

EKD-Ratsvorsitzender kritisiert Kriminalisierung von Seenotrettern

Der Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat die Kriminalisierung von privaten Seenotrettern im Mittelmeer scharf kritisiert. Es sei "eine Schande" für Deutschland und Europa, wenn Menschen, die Ertrinkende aus dem Mittelmeer retten, dafür kriminalisiert werden, sagte er der "Bild"-Zeitung (Montag).

Europäischer Verteilmechanismus für Bootsflüchtlinge gefordert

Palermos Bürgermeister und EKD-Ratsvorsitzender mit gemeinsamer Erklärung

EKDDie Hilfsbereitschaft von Städten, Kommunen und Bürgern überall in Europa ist groß. Es fehlt aber an einem europaweiten Verteilmechanismus, die im Mittelmeer geretteten Bootsflüchtlinge in der EU unterzubringen. „Wir brauchen noch in diesem Sommer eine politische Notlösung“, erklären der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, und Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando in einer gemeinsamen Erklärung. Orlando und Bedford-Strohm weiter: Eine Gruppe von EU-Staaten müssen jetzt als „Koalition der Willigen“ handeln und „eine zukunftsfähige Migrationspolitik entwickeln“.  Bedford-Strohm hält sich derzeit auf Sizilien auf, um sich vor Ort über kirchliche und zivilgesellschaftliche Hilfsprojekte für Geflüchtete zu informieren.

Die ganze Erklärung im Wortlaut:

Flucht und Asyl EGON Fr., 13.07.2018 - 14:38

Der Fremde soll bei euch leben wie ein Einheimischer;
und du sollst ihn lieben wie dich selbst.

(3. Mose 19,34)

Flüchtlingsarbeit im Dekanat Erlangen

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Bild: Bundesarchiv, B 145 Bild-F079037-0017 / CC-BY-SA 3.0
Aus unserer christlich-jüdischen Überlieferung und Überzeugung heraus ist es uns auch im Dekanat Erlangen ernst, uns für die Rechte und die Würde von Flüchtlingen einzusetzen. Viele Ehren- und Hauptamtliche sind in UnterstützerInnen-Kreisen vor Ort aktiv und leisten mit ihrem Engagement sehr wertvolle Arbeit.