
Jahreslosung 2026
Der Vers "Siehe, ich mache alles neu!" steht im 21. Kapitel der Offenbarung. Johannes beschreibt in einer Vision, wie Himmel und Erde neu geschaffen und Tränen, Tod und Leiden überwunden werden. Für Johannes geht es bei dem Text nicht nur um eine oberflächliche Veränderung. Vielmehr wünscht er sich eine tiefgreifende Verwandlung der Welt und des eigenen Lebens. Die alte Welt soll dabei nicht überdeckt, sondern überwunden werden. Gott wird wiederum nicht als ein distanzierter Beobachter geschildert, sondern als handelnder Gott, der heilt und Hoffnung schenkt.
In einer Welt voller Krisen, Kriege und Unsicherheit bildet der Bibeltext von Johannes eine ganz neue Option, ein Gegenentwurf. Der Text erinnert uns daran, zu hoffen und zu vertrauen. Und er ruft uns dazu auf, die Welt mitzugestalten und zu verbessern. Die Vision des Reich Gottes bildet dabei keine ferne Utopie, sondern eine sehr konkrete Einladung, uns dieser Utopie ein wenig zu nähern – indem wir in unserem Umfeld für Frieden, Vergebung und Liebe sorgen.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins neue Jahr und Gottes Segen zum Neubeginn!
(Text im Original von www.bayern-evangelisch.de)
Kommunalpolitik kümmert sich um die Daseinsvorsorge, um Wasser, Energie, Müllbeseitigung oder Brandschutz. Sie fördert Wirtschaft, Soziales und Bildung, Sport, Gesundheit und Pflege. Sie engagiert sich für Kultur, Jugendarbeit und Heimatpflege. Sie ist die politische Ebene, die besonders nahe am Menschen ist. Wir kennen diejenigen persönlich, die für politische Entscheidungen verantwortlich sind. Deshalb ist Kommunalpolitik das Aushängeschild demokratischer Politik, deshalb brauchen wir dafür engagierte Demokratinnen und Demokraten. Als Kirche wollen wir nicht in erster Linie von der Seitenlinie kluge Kommentare abgeben oder nur fragen, ob "die Politik liefert". Wir ermutigen alle, die sich bei einer demokratischen Partei oder Vereinigung engagieren und für ein kommunalpolitisches Mandat kandidieren. Wir wollen, dass sich Christinnen und Christen mit ihren Überzeugungen und Werten in die Kommunalpolitik einbringen. Wir stehen an der Seite derjenigen, die kandidieren und unsere Demokratie stärken. Wir unterstützen sie, gerade dann, wenn es zu Anfeindungen, Hass, Hetze und Pöbeleien kommt. Alle demokratischen Mandatsträger sollen wissen, dass sie sich auf uns verlassen können.
Deshalb engagieren wir uns als ELKB im Vorfeld der bayerischen Kommunalwahlen, die am 8. März 2026 stattfinden. Deshalb starten wir die Kampagne: „Unser starkes Kreuz für Demokratie“ (www.unser-starkes-kreuz.de) Den Auftakt zu unserer Aktion lieferten Landesbischof Christian Kopp und Kardinal Marx am 25. Juli mit ihrem Wahlaufruf, wo sie insbesondere Christinnen und Christen dazu aufriefen, nicht nur wählen zu gehen, sondern auch zu kandidieren. Der Landeskirchenrat hat in seiner Septembersitzung eine Regelung getroffen, in der die Unvereinbarkeit der Übernahme eines kirchlichen Leitungsamtes mit der Kandidatur für gesichert extremistische, menschenfeindliche und völkische Parteien festgestellt wurde.
Neujahrsbotschaft des Landesbischofs zur Jahreslosung 2026
Mit der biblischen Jahreslosung 2026 „Siehe, ich mache alles neu“ verbindet Landesbischof Christian Kopp eine hoffnungsvolle Botschaft. Das neue Jahr beginne nicht bei null, sondern mitten in einer Welt voller Brüche, Sorgen und ungelöster Konflikte. „Neuanfang beginnt mitten im Unfertigen“, sagt Christian Kopp. „‚Alles neu‘ heißt nicht: alles weg, sondern was da ist, wird verwandelt. Verletzungen, Schuld, Leid und auch das Misslungene bekommen eine neue Richtung.“ Die Jahreslosung sei deshalb mehr als ein guter Wunsch zum Jahresbeginn. Sie stehe für eine christliche Haltung, die nicht beim Bestehenden stehen bleibt, sondern auf Verantwortung und Zukunft setzt - persönlich wie gesellschaftlich.
Neu machen heißt: Das Bestehende verwandeln
Was Erneuerung konkret bedeutet, macht der Landesbischof an einem Maler aus Italien deutlich: Ein Mann überstreicht nachts mit Graffiti beschmierte Hauswände und hinterlässt den Satz „Dies ist ein Akt urbaner Liebe“. Für Christian Kopp ist das ein Bild für Menschen, die nicht zuschauen, wie etwas verkommt, sondern Verantwortung übernehmen: „Solche Neu-Macher mit Anstand, Klugheit und Liebe braucht unsere Gesellschaft.“ Besonders im Angesicht von Tod und Trauer zeige sich die Tiefe der Jahreslosung. Der christliche Glaube halte daran fest, dass mit dem Tod nicht alles endet. Hoffnung bedeute hier nicht verdrängen, sondern die Erfahrung, dass selbst nach großen Verlusten ein neuer Tag beginnt. Neuanfang beginnt im Kleinen: mit dem Aufstehen am Morgen, mit dem nächsten Schritt, mit dem Zuhören.
Kirche ist ein Ort des Zuhörens und des offenen Dialogs
Neues brauche Räume, in denen Menschen gehört werden. Kirche verstehe sich als ein Ort des Zuhörens, des offenen Dialogs und der Gemeinschaft. Kopp verweist auf den Wiederaufbau der evangelischen Christuskirche in Utting am Ammersee, die nach einem Brand durch das Engagement vieler Menschen neu entstanden ist – getragen von Solidarität weit über die Kirchengemeinde hinaus. „Wo Menschen gemeinsam anpacken, wird sichtbar, was Neuanfang heißt.“ Die Jahreslosung 2026 lade dazu ein, jeden Tag als Geschenk zu sehen, und darauf zu vertrauen, dass Neues wachsen kann.
München, 29. Dezember 2025
Christine Büttner, Pressesprecherin
o.T. (Leitpfosten-Rhombentriakontaeder) 2025 zu Advent und Weihnachten 2025 in der Neustädter Kirche Erlangen
„Auch wenn der Künstler seine Installation bewusst ohne Titel lässt, liegt die Assoziation zu einem Stern nahe - gerade in der Adventszeit, wo wir als Christinnen und Christen nach dem Stern von Bethlehem Ausschau halten. Das sehr ‚irdische‘ Material aus aussortierten Leitpfosten, die schmutzig sind und beschädigt, spiegeln die theologische Vorstellung, dass Gott ganz Mensch wird und das verletzliche und beschädigte Leben mit uns teilt. Und doch bringt er den himmlischen Glanz mit zu uns und hinein in alle Dunkelheit.“ (Pfr. Thomas Zeitler)
- von Advent 2025 bis Lichtmess 2026
- geöffnet ist Di-Sa von 11 bis 14 Uhr (nicht am 24.-27.12./31.12.25 und 1.1.26) , und natürlich zu Veranstaltungen und Gottesdiensten.
- Philipp Selig ist am 21.12., den 4. Advent, um 11 Uhr nach dem Gottesdienst beim Kirchencafé für ein Künstlergespräch anwesend!
Über den Künstler: Philipp Tim Selig (*1991) ist ein junger Nürnberg Objektkünstler, dessen Arbeiten sich durch kreative und spielerische Transformation von eher groben und auf den ersten Blick unscheinbaren Materialen auszeichnet. Er begegnet diesen (oder sie ihm?) als Fundstücke auf Baustellen, Straßenmeistereien, beim Sperrmüll und auf Deponien, nimmt sie in Obhut und veredelt sie zu klaren und sprechenden Installationen und figürlichen Objekten.
Die Kirchengemeinde Hemhofen hatte Grund zum Feiern. Das Franziskushaus in Röttenbach feierte sein 30jähriges Jubiläum. Das Wochenende wurde durch eine Andacht mit der Aufführung des Sonnengesangs von Gustav Gunsenheimer eröffnet. Das Vocalquartett der Kirchengemeinde unter Leitung von Erich Koch musizierte gemeinsam mit Silvia Müller am Klavier und Jodi Bertog an der Flöte. Viele Gäste waren anwesend, unter anderem der ehemalige Pfarrer Klaus Eyselein mit seiner Frau Dörthe, die viel Zeit beim Bau des Hauses investierten und das Haus von Beginn an mit Leben füllten.
Am Samstag trafen sich Menschen aller Generationen zum Bibelerzähltag im Haus. Die Besucherinnen und Besucher hörten neben biblischen Geschichten auch die Geschichte vom Bischof Nikolaus in Myra. Es wurde gebastelt, getanzt, gelacht und zugehört. Ein abwechslungsreicher Nachmittag bot viele verschiedene Möglichkeiten zum Kennenlernen von Geschichten. Ein Zelt schenkte Platz für Ruhe und das Schwungtuch bewegte alle Anwesenden.
Mit einem Festgottesdienst endete am Sonntag das Festwochenende. Als Ehrengäste hielten Adam Hasenberger für die Ökumene und Bürgermeister Ludwig Wahl für die Kommune Röttenbach ein Grußwort. Der anschließende Empfang schuf Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und anzustoßen. Eine sorgfältig vorbereitete Präsentation ließ alle Anwesenden einen Streifzug durch 30 Jahre Franziskushaus unternehmen.
Voller Dankbarkeit blickt die Kirchengemeinde auf ein gelungenes Festwochenende zurück. Bereichert wurde es durch zahlreiche helfende Hände, viel Herzblut und die große Vielfalt an Gästen.
Pfarrerin Christiane Börstinghaus freut sich über das gelungene Jubiläum und meint: „Ich bin sehr dankbar für alle guten Dinge, die im Franziskushaus in den letzten 30 Jahren geschehen sind!“
Am Freitagabend, den 28. November, kamen über 65 Synodale und Gäste im „KREUZ+QUER – Haus der Kirche“ zusammen, um wichtige Weichen für die Zukunft des Dekanats Erlangen zu stellen. Vor allem standen an diesem Abend notwendigen Strukturreformen im Mittelpunkt.
Die Kirche verändert sich - auch in Erlangen. Rückgehende Mitgliederzahlen und sinkende finanzielle Mittel erfordern nicht nur Sparsamkeit, sondern vor allem kluge Anpassungen der Strukturen, um auch in Zukunft handlungsfähig und attraktive Kirche vor Ort zu bleiben. Per ZOOM wurde Dekanin Christiane Quincke aus Pforzheim zugeschaltet. Sie stellte das vorbildliches Pforzheimer Model der Dekanatsentwicklung vor. Es gilt EKD-weit als wegweisend und kann auch die Erlangener Überlegungen bereichern.
Der zentrale Beschluss: Bildung der Regionen Ost und West
Die Synode fasste den entscheidenden Beschluss, beim Landeskirchenrat die Bildung von zwei Regionen (statt bisher drei) zum 1. Januar 2026 zu beantragen. Dies ermöglicht eine klare Leitungsstruktur, bei der die Dekanspersonen künftig einen Leitungsanteil von mindestens 75 % haben werden, um den gewachsenen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Leitung des Dekanatsbezirks wird künftig von zwei Dekanspersonen wahrgenommen:
- Dekanin Gerhild Rüger
- Dekan Dr. Bernhard Petry
Die Umstrukturierung wurde auch durch personelle Veränderungen beschleunigt. Nach der Entscheidung von Oliver Schürrle, den kirchlichen Dienst zu verlassen, wurde für Karola Schürrle eine gute berufliche Perspektive geschaffen. Sie wird weiterhin mit 50 % für die Segen-Service-Stelle tätig sein und mit weiteren 50 % der Gemeinde in Herzogenaurach arbeiten. Sobald die kirchenrechtlichen Genehmigungen vorliegen, kann ihre Stelle in Herzogenaurach entsprechend umgewandelt werden.
Ein emotionaler Abschied: Danke, Tobias Gick!
Zum Abschluss der Synode wurde es feierlich! Tobias Gick, der langjährige Leiter des Kirchengemeindeamts, wurde nach 20 Jahren Dienstzeit in der Verwaltung verabschiedet. Sein Weg ist beeindruckend und zeugt von tiefer Verbundenheit mit dem Dekanat Erlangen: Vom Auszubildenden hat er sich bis zum Leiter des Amtes hochgearbeitet. Die Anwesenden dankten ihm herzlich für zwei Jahrzehnte Engagement, Fachwissen und Loyalität. In der gemeinsamen Diakonie für Nürnberg und Erlangen bleibt er uns in anderer Funktion erhalten.
Für seinen weiteren Lebensweg begleiten ihn unsere besten Segenswünsche.
Basiskurs Seelsorge – Engagement mit Herz und Kompetenz
Möchten Sie sich sinnvoll und erfüllend engagieren und Menschen in verschiedenen Lebenslagen begleiten?
Die Seelsorge gewinnt in unserer Kirche und Gesellschaft zunehmend an Bedeutung und baut verstärkt auf das Engagement motivierter und talentierter Ehrenamtlicher. Ob in der gemeindlichen Kontakt- und Besuchsdienstarbeit, der Krankenhaus-, Altenheim-, Notfallseelsorge oder im Hospiz – ehrenamtliche Seelsorge macht einen wichtigen Unterschied und ist unverzichtbar. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben zudem gezeigt, wie wertvoll Alltags-Seelsorge – sei es im persönlichen Gespräch, am Telefon oder digital – geworden ist. Dieses Engagement ist anspruchsvoll und erfüllend zugleich – es braucht Vorbereitung!
Für wen ist der Kurs?
Dieser niederschwellige Basis- und Orientierungskurs richtet sich an alle, die sich für ein ehrenamtliches Engagement im Bereich der Seelsorge interessieren oder bereits engagiert sind und eine fundierte Einführung suchen.
Was bietet der Kurs?
In kompakter Form führt der Kurs in die Grundlagen der Seelsorgearbeit ein und bietet eine Orientierung:
- Grundlagen der Seelsorge: Was ist Seelsorge und wie „geht“ das?
- Haltung und Kompetenzen: Vermittlung essenzieller Grundlagen, wie z. B. einer zuhörenden Haltung.
- Engagementfelder vor Ort: Wo genau können Sie sich in Ihrer Region ehrenamtlich engagieren (z. B. Besuchsdienst, Kaffee-Bike, Altenheim-, Notfallseelsorge)?
- Selbstreflexion: Eine Anregung zur persönlichen Klärung: Ist ehrenamtliche Seelsorge das Richtige für mich?
Der Kurs dient als Vorbereitung und Stärkung für ein Engagement in diesem wichtigen Feld und ermöglicht die Vernetzung in einem Kreis Gleichgesinnter. In Kooperation mit der Klinikseelsorge Erlangen.
Hier können Sie den Flyer mit Anmeldung herunterladen: KLICK
Die Stadtgesellschaft in Erlangen hat ein starkes Zeichen für ein gleichberechtigtes und solidarisches Zusammenleben gesetzt:
Dekan Dr. Bernhard Petry gehört zu den über 40 Erstunterzeichnern der „Erlanger Erklärung für Vielfalt, Respekt und Toleranz“. Mit der Unterschrift für das Evang. Luth. Dekanat Erlangen zeigt er, dass sich die evang. Kirche, gemeinsam mit zahlreichen Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, zu den Werten der Erklärung bekennt. Die feierliche Unterzeichnung fand am 06. Oktober 2025 im Rathaus statt. Sie bildet den Höhepunkt eines Prozesses, der vom Büro für Chancengleichheit und Vielfalt / Internationale Beziehungen initiiert wurde. Die Unterzeichnenden bekunden mit der Erklärung das gemeinsame Ziel eines gleichberechtigten, solidarischen und diskriminierungsfreien Zusammenlebens in Erlangen. Grundlage sind die Würde jedes Menschen sowie die Grund- und Menschenrechte.
Das Netzwerk der Unterzeichnenden hat zum Ziel, gemeinsame Werte aktiv in ihren Organisationen zu leben und nach außen zu vertreten. Die Erklärung bietet eine Plattform, um Ressourcen zu bündeln, Kooperationen zu stärken und gemeinsam wirksame Maßnahmen für eine noch lebenswertere Stadtgesellschaft zu erarbeiten.
Mit der Unterschrift von Dekan Dr. Petry unterstreicht das Dekanat Erlangen die Bedeutung dieser Werte für das kirchliche und gesellschaftliche Leben in der Region.
Grundsätzlich ist die Unterzeichnung für alle Organisationen mit Sitz in Erlangen offen, die sich mit den Werten und Zielen identifizieren sowie Interesse an der Zusammenarbeit haben. Unternehmen, Vereine, Forschungseinrichtungen oder Gruppen sind im Netzwerk willkommen. Wenn Sie die Erlanger Erklärung unterzeichnen möchten, schicken Sie bitte eine Nachricht an: diversity@stadt.erlangen.de
Dekanat Erlangen erarbeitet Gebäudebedarfsplanung
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern steht vor großen Herausforderungen im Bereich ihrer Immobilien. Was ein großer Schatz ist, ist zugleich auch eine erhebliche finanzielle Herausforderung. Es zeigt sich, dass der historisch gewachsene Gebäudebestand in diesem Umfang nicht in die Zukunft geführt werden kann. Die Kirchenleitung hat daher eine umfassende Gebäudebedarfsplanung (GBP) auf den Weg gebracht, um ihren Bestand von rund 6.000 Immobilien zukunftsorientiert zu bewerten. Angesichts sinkender Kirchensteuereinnahmen und hoher Kosten für Instandhaltung und Sanierung ist eine Reduzierung des aus Kirchensteuermitteln bezuschussten Gebäudeunterhalts dringend notwendig. Alle Dekanate in Bayern sind verpflichtet, bis spätestens Ende 2026 dekanatsweite Pläne vorzulegen. Ziel des Vorgehens ist es, mit Klarheit und Realismus, den Immobilienbestand so zu reduzieren, dass die kirchliche Arbeit in der Fläche auf Dauer gewährleistet werden kann. Auch die Herausforderungen des Klimaschutzes werden angenommen.
Konkret sieht die Gebäudebedarfsplanung eine Kategorisierung aller kirchlichen Gebäude in drei Gruppen vor:
- Kategorie A (Langfristiger Erhalt): Gebäude, deren Erhalt mit landeskirchlichen Mitteln langfristig gesichert werden soll. Sie erhalten zukünftig 25 Prozent der Kosten für bauliche Maßnahmen und Unterhalt.
- Kategorie B (Mittelfristige Transformation): Gebäude, die innerhalb der nächsten zehn Jahre anderweitig finanziert oder transformiert werden sollen (ohne landeskirchliche Mittel).
- Kategorie C (Zeitnahe Anpassung): Gebäude, die kurzfristig transformiert, anderweitig finanziert oder veräußert werden sollen. Ein Veräußerungszwang besteht nicht. Kat. A kommt nur für Kirchen, Gemeindehäuser, Pfarrämter und Pfarrhäuser überhaupt in Frage.
Im dekanatsweiten Durchschnitt dürfen nur maximal 50 Prozent der vorhandenen Gebäude dieser Gebäudetypen der Kategorie A zugeordnet werden. Dadurch sollen die finanziellen Mittel auf das konzentriert werden, was auf Dauer erhalten werden soll. Die Kirchenvorstände der Gemeinden im Dekanat Erlangen wurden gebeten bis zum Beginn der Sommerferien ihre Immobiliensituation anhand eines Fragebogens zu bewerten. Von da aus wird nun der Dekanatsausschuss des Dekanats Erlangen eine vorläufige Kategorisierung nach den Vorgaben der GBP vornehmen. Weitere Planungsschritte werden zu einer endgültigen Entscheidung für den Dekanatsbezirk Erlangen führen. Diese muss zum 31. Dezember 2026 beim Landeskirchenamt vorliegen.
„Die Herausforderungen, vor denen wir in den Bereichen Personal, Finanzen und Immobilien stehen, sind enorm. Auf der Ebene einer einzelnen Kirchengemeinde sind sie nicht mehr zu bewältigen. Wenn wir uns aber miteinander auf den Weg machen und unsere gemeinsam vorhandenen Mittel auf ein zukunftsfähiges Bild hin ausrichten, kann uns der notwendige Umbau gelingen. Dann ist mir nicht bange, dass wir weiterhin gute Möglichkeiten haben, um fröhlich Kirche mit den Menschen im Dekanat Erlangen zu sein.“ (Dekan Dr. Bernhard Petry, Vorsitzender des Dekanatsausschusses)
Weitere Informationen erhalten registrierte Nutzer im Intranet der ELKB, oder (für alle zugänglich) in den kurzen Videos der Reihe „Einblick“ durch das Landeskirchenamt auf YouTube:
• OKR Baier: https://youtu.be/lMY5Op5LQhQ?si=J60rK__eA_pi0z56
• OKR Blumtritt: https://youtu.be/UY60Cmxex6Q?si=GdKSiQjU01ADIqkt
Ein weiterer „Einblick“ ist für registrierte Nutzer am 22. Oktober 2025 von 17.00 - 18.30 Uhr geplant.
Kurz & Gut - der Podcast mit Andachten aus der Region
Kirche von zu Hause
Über Gottesdienste im Fernsehen, im Rundfunk und im Internet, aber auch über Andachten zu Hause informiert diese Webseite.


