Stiftung

Die Gründungsstifter haben noch zu ihren Lebzeiten in der Stiftungssatzung festgelegt, dass der Stiftungsvorstand paritätisch aus Vertretern der Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Lukas in Bubenreuth und aus Vertretern der Gesamtkirchengemeinde des Dekanats Erlangen besetzt wird. Geborenes Mitglied ist der/die Dekan(in) des Dekanats Erlangen.

Der Vorstand vertritt die Stiftung, verwaltet das Stiftungsvermögen und entscheidet über die Vergabe der Stiftungserträge nach Maßgabe der Stiftungssatzung und des Stiftungszwecks.

Die Überwachung obliegt der Evangelischen Landeskirche in Bayern.

Stiftungsvorstand:

  • Dr. Stefan Höhns
  • Dekan Peter Huschke (Vorsitzender)
  • Dr. Jens Klinge
  • Martin Lehmann
  • Wulf Maiwald (stv. Vorsitzender)
  • Pfrin. Christiane Stahlmann
  • Michael Szekely

Die Anschrift der Stiftung lautet:

Dr. Käte Freiwald und Prof. Dr. Kurt Michalzik-Stiftung (FMS)
Dekanat Erlangen
Friedrichstr. 15
91054 Erlangen
dekanat.erlangen@elkb.de

Zweck der Stiftung ist es, gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Rahmen der Arbeit und Belange der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Bubenreuth und der Evang.-Luth. Gesamtkirchengemeinde Erlangen zu gleichen Teilen zu fördern und zu unterstützen. Insbesondere erfolgt dies durch finanzielle Zuwendungen

  • zu allen Aufgabenfeldern und Bereichen der kirchlichen und diakonischen Gemeindearbeit
  • zum Bauunterhalt der kirchlichen Gebäude und aller baulichen Anlagen
  • an hilfsbedürftige und unverschuldet in Not geratene Gemeindeglieder.

Der Stiftungszweck wird durch die Gewährung von Zuschüssen verwirklicht.

Prof. Dr. Kurt Michalzik wurde am 29. Februar 1916 in Lakellen in Ostpreußen geboren.

Nach Abitur und Wehrdienst folgten das Studium der Medizin in Königsberg und Leipzig. Im Anschluss an Kriegsdienst und Gefangenschaft fanden seine Schwester, seine Mutter und er sich in Erlangen wieder. In der Rudelsweiherstraße baute er sich zusammen mit seiner Schwester ein neues Zuhause auf. Ab 1946 war er als Facharzt für Frauenheilkunde an der Universität Erlangen tätig, später auch als Privatdozent und Professor.

In seinem Forschungs- und Arbeitsschwerpunkt, der Krebsfrüherkennung, gelang ihm Anfang der 50er Jahre die Einführung einer neuen und sehr effekti­ven Methode in Deutschland. Damit konnten unzählige Frauen vor einem negativen Krankheitsverlauf bewahrt werden.

Prof. Dr. Kurt Michalzik verstarb am 24. Mai 2014 im Alter von 98 Jahren.

Dr. Käte Freiwald (geb. Michalzik) wurde am 16. Februar 1919 in Lyk in Ostpreußen geboren.

In den Kriegsjahren musste sie ihr Jurastudium in Königsberg unterbrechen. Nach der Flucht aus Ostpreußen beendete sie in Erlan­gen ihr Studium und promovierte 1947 als erste Frau in Erlangen in Jura. Bis 1959 arbeitete sie als angestellte Rechtsanwältin, danach wurde sie als erste Rechtsanwältin mit eigener Kanzlei in Erlangen selbstständig. Besonders im Bereich des Familienrechts machte sie sich weit über Erlangen hinaus einen Namen.

Dr. Käte Freiwald starb am 10. Februar 2007 im Alter von 87 Jahren.

Das Grab der Familie befindet sich auf dem Friedhof der Altstädter Kirchengemeinde.