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Verkaufsoffener Sonntag: 'Sonntagsallianz' erteilt Vorstoß von Bürgermeistern und Landräten klare Absage

Photo by <a href="/photographer/tomatokill-32645">cop richard</a> from <a href="https://freeimages.com/">FreeImages</a>Der stationäre Einzelhandel leidet: verstärkter Onlinehandel hat dazu geführt, dass viele Läden in den Innenstädten sich nicht mehr rentieren. Die Coronakrise hat die Situation weiter verschärft. Ein aktueller Vorstoß von Bürgermeistern und Landräten schlägt einen verkaufsoffenen Sonntag ohne Anlassbezug vor, um den Einzelhandel zu stützen. Die Nürnberger Dekanin Britta Müller und Dr. Johannes Rehm, Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) in Bayern sowie der DGB Mittelfranken befürchten darin einen Versuch auch über das Jahr 2020 hinaus grundsätzliche Regelungen zu ändern. 

In einer gemeinsamen Stellungnahme beziehen nun die evangelischen und katholischen Dekanate Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach und Ansbach Stellung und erteilen der Forderung deshalb eine klare Absage:

„Die Arbeitsbelastung der Angestellten hat sich eher noch verschärft. Man kann nicht auf der einen Seite den Angestellten im Einzelhandel applaudieren und bessere Arbeitsbedingungen fordern und auf der anderen Seite die Regelung zum Schutz des freien Sonntags in Frage stellen,“ so die Dekaninnen und Dekane in der offiziellen Stellungnahme.
Der Sonntag, als Tag der Familie und Ruhetag, darf nicht geopfert werden. Stattdessen müsse die Attraktivität der Innenstädte gesteigert und vor allem das Einkaufsverhalten der Kundinnen und Kunden selbstkritisch überdacht werden.

Die offizielle Stellungnahme der regionalen Kirchenvertreter finden Sie im Anhang
Unterzeichnet wurde diese von:

Für Erlangen: 
Dekan Peter Huschke, Dekan Michael Pflaum

Chorgesang und Posaunenchöre wieder möglich

neue Lockerungen für Gottesdienste und Treffen beschlossen

Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/Joergelman-241223/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=840987">Jörg Möller</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=840987">Pixabay</a>Das Kabinett in München hat weitere Lockerungen für Kultur, Gottesdienst und Treffen beschlossen. Diese werden nun seitens der ELKB für die evang. Kirche in Bayern angewendet und gelten ab dem 22. Juni 2020.

Für Veranstaltungen und Gottesdienste im Dekanat Erlangen bedeutet dies, dass durch die Reduzierung des Mindestabstands auf 1,5 Meter wieder mehr Gläubige in den Kirchen und Gemeindehäusern Platz finden.
Auch ist die musikalische Begleitung durch Gesangs- und Posaunenchöre wieder möglich.
Um größtmögliche, hygienische Sicherheit zu gewährleisten wird das Abendmahl weiterhin, als Wandelkommunion ausgeteilt. Der Mindestabstand von 1,5 Meter ist immer einzuhalten und beim Betreten und Verlassen der Räume ist eine Maske zu tragen.
Teilweise sind nun auch wieder Gruppen und Kreise der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung bis zu 50 Teilnehmern (im Gebäude) bzw. 100 (im Freien) möglich. Ein Schutz- und Hygienekonzept muss für die jeweilige Gruppe bzw. den Kreis vorliegen. 

Gottesdienstangebote im Radio, Fernsehen und Internet

Für evangelische Christen gibt es ein breites Angebot von Gottesdiensten in Rundfunk und Fernsehen.

Über die Gottesdienste in der Karwoche und an Ostern, die im Fernsehen, im Rundfunk und im Internet aus bayerischen Kirchen übertragen werden, aber auch über Andachten zu Hause informieren neu konzipierte Webseiten der bayerischen Landeskirche. Unter corona.bayern-evangelisch.de finden Interessierte zahlreiche Empfehlungen für das kirchliche Leben unter den Einschränkungen des Corona-Kontaktverbots.

Ostern gemeinsam feiern

Die neuen Webseiten informieren über das kommende Osterfest und die wichtigen Tage der Karwoche. Welche Texte aus der Bibel werden etwa am Gründonnerstag gelesen, welche Lieder gesungen? Hier finden sich auch die Gottesdienste aus Bayern, die an diesem Tag im Fernsehen, im Hörfunk oder im Internet übertragen werden. Weitere Tipps und Rituale laden zum Mitfeiern an diesen Tagen ein. Auch werden Angebote zum gemeinsamen Gebet trotz persönlicher Distanz und Anleitungen für Andachten zu Hause präsentiert.
Der tägliche Video-Morgenimpuls von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm ist hier ebenso zu finden wie auf seiner Facebookseite.

Aktion für Konfis: Hoffnung hamstern