Aktuelles

Moria ist abgebrannt!

Die Hölle Moria ist abgebrannt. Und damit ein Ort, der sinnbildhaft für den Ansatz der EU-Außenpolitik steht. Allein die Existenz eines Ortes wie Moria ist ein Skandal. Warum? 

Symbolischer Rettungsring hängt im Kreuz+QuerMoria ist der größte von fünf sogenannten Hotspots auf den griechischen Inseln (vier weitere gibt es in Italien). Zur effizienteren Verwaltung von flüchtenden Menschen hatte die Europäische Union 2015 dieses System etabliert, um direkt an den südlichen Außengrenzen der EU ankommende Asylsuchende zu registrieren, um sie dann wieder zurück in die Türkei zu schicken oder in Griechenland schmoren zu lassen. Die Doppeldeutigkeit des Wortes entbehrt jedes Zynismus. Seit fünf Jahren schaut Europa zu, wie sich diese Hotspots füllen und füllen, wie der Zeiger schon längst auf 12 steht, das Fass schon mehr als übergelaufen ist. 
2019 kamen etwa 123.700 Menschen als Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa. Davon erreichten etwa 74.600 Griechenland, 32.500 Spanien und weitere 11.500 Italien. Im gleichen Jahr sind ungefähr 1.900 Menschen laut Schätzung der Internationalen Organisation für Migration im Mittelmeer ertrunken. Aber wer weiß schon, wie viele es eigentlich sind. In Libyen sind zigtausende Geflüchtete auf ihrer Durchreise Folter ausgesetzt, im Mittelmeer ertrinken sie, in den europäischen Hotspots vegetieren sie vor sich hin.

Ich schreibe diesen Text und versuche mich an Fakten zu klammern. Fakten, die nicht schwer zu recherchieren sind und deren Deutung keinen Abschluss in Human Rights erfordern. Die Situation ist untragbar – und das ist sie schon so, so lange!

Diese Zustände sind nicht erst seit gestern ein Skandal. Also was dagegen tun?
Solidarisch sein: Seien Sie stolz auf eine Kirche, die ein Rettungsschiff auf die Beine stellt und stehen Sie hinter den Stadt- und Gemeinderät*innen, die sagen: „Wir haben Platz, wir sind ein Sicherer Hafen!“ Es gibt viele brennende Höllen, wie es Moria eine ist. 
Spenden: Mit Ihrer Spenden helfen Sie nicht nur konkret, Schlafsäcke, Zelte, Essen, Trinken und medizinische Versorgung zu finanzieren, sondern Sie zeigen Ihre Solidarität: mit den Geflüchteten und mit den Menschen, die sich seit Jahren für eine Veränderung der Zustände einsetzen! 
Gehandelt werden muss jetzt!

Schreibt Ihnen eine niedergeschlagene 

Carina Harbeuther (Beauftragte für  Flüchtlingsarbeit im Dekanat Erlangen)

mehr Informationen zum Thema auf den Seiten der EKD: https://www.ekd.de/flucht-und-integration-10884.htm

(14.09.20 - VÖ-Datum wegen Ansicht angepasst)

Spendenvorschläge: 

Annekathrin Preidel als Präsidentin der bayerischen Landessynode wiedergewählt

Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen der Eltersdorferin zur Wiederwahl

Annekathrin PreidelDie Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) hat Annekathrin Preidel wieder zu ihrer Präsidentin gewählt, mit 93 von 105 abgegebenen Stimmen. Preidel war die einzige Kandidatin für dieses Amt.
Die 63-jährige promovierte Biologin aus Erlangen war bereits in der vergangenen Synodalperiode Präsidentin des bayerischen Kirchenparlaments, dem sie seit 2008 angehört. Seit 2002 ist sie Mitglied des Kirchenvorstands der Egidienkirche in Erlangen-Eltersdorf.
Die beiden Vizepräsidenten oder –präsidentinnen werden im weiteren Verlauf der Synodaltagung gewählt.
Der Landessynode der ELKB gehören 108 Synodale an, davon sind 89 gewählt und 13 berufen; weiter gehören ihr drei Vertreter der Evangelisch-Theologischen Fakultäten und der Augustana-Hochschule an, sowie drei Jugendsynodale. Von den 89 gewählten Synodalen müssen 60 Nichtordinierte, also „Laien“, sein. Von den 29 der gewählten ordinierten Synodalen müssen zehn das Amt einer Dekanin oder eines Dekans innehaben. Die Synode wird für die Dauer von sechs Jahren gewählt. Sie entscheidet über den Haushalt der Landeskirche, beschließt Gesetze und wählt den Landesbischof bzw. die Landesbischöfin.
München/Geiselwind, 12. September 2020 Michael Mädler, Stellv. Pressesprecher

VIVE LA FRANCE  - eine musikalische Reise

Sonntag, 18. Oktober, in der Matthäuskirche Uttenreuth

Weinberg Graf Konzert Uttenreuth ©uttenreuthSchon seit vielen Jahren "reisen" Alice Graf (Klavier) und  Anja Weinberger (Flöte) durch die musikalische Welt. In den vergangenen beiden Jahren haben sie sich in Osteuropa und Südamerika aufgehalten. Nun sind sie in Frankreich angekommen, der Wiege der Flötenmusik. Unter dem Titel VIVE LA FRANCE spielen sie am Sonntag, den 18. Oktober, in der Matthäuskirche Uttenreuth Werke für Flöte und Klavier von Poulenc, Dutilleux, Fauré und anderen Komponisten. 
Beginn des Konzertes ist um 17.00 Uhr. Es findet unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen statt. Bitte tragen Sie beim Eintreten einen Mund-Nasen-Schutz und geben Sie Ihre Kontaktdaten an. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Lernen von Amazonien!

Ausstellung des Dritte Welt Ladens Erlangen in der Neustädter Kirche

Tropischer Regenwald am Río Cuyabeno, EcuadorDer Schutz der Regenwälder ist eine dringende Maßnahme für den Klimaschutz. Eine entscheidende Rolle kommt dabei den Bewohner*innen der Regenwälder zu: Ihr wertvolles Wissen über Flora, Fauna und jahreszeitliche Abläufe ist über Jahrtausende gewachsen und hat sie zu Hütern ihres Lebensraumes gemacht. Sie garantieren den Weiterbestand der Wälder, den Schutz der Böden und die Reinhaltung der Gewässer. Durch die Ausstellung soll der Zusammenhang zwischen dem eigenen Konsumverhalten und der Ausbeutung der Ressourcen dargestellt werden und die Besucher*innen sollen dafür sensibilisiert und animiert werden, eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Kindeskinder mitzugestalten. Ergänzt wird die Ausstellung durch Plakate, die aufzeigen, was wir (nicht nur) in Erlangen dem Klimawandel entgegensetzen können.

Ausstellung in der Neustädter Kirche

  • Eröffnung: Montag 28. September, 17 Uhr
  • Ausstellung geöffnet: So-Di 11-14 Uhr, Mi-Sa 11-16 Uhr

Führungen und Workshops (auch für kleinere Gruppen und für Schulklassen – mehrere Gruppen)  auf Anfrage

Diakonie Erlangen stattet Schulkinder aus

Schulkinder wurden mit Schulmaterial, Schulranzen und bunten Schultüten beschenkt

(v. l.) Elke Bollmann, Leiterin der Tafel, mit den Spendern*innen Kerstin Wolski, Timo Wolski und Evelyne Sauerbeck, Organisatoren*innen der Aktion „Schultütenpate“.

Auch dieses Jahr hat die Diakonie Erlangen finanziell benachteiligte Familien unterstützt, ihre Kinder für das neue Schuljahr auszustatten. Klienten*innen der Tafel, des Gebrauchtwarenladens Fundgrube sowie der Flüchtlings- und Integrationsberatung wurden dabei berücksichtigt. Die Schulkinder wurden mit Schulmaterial, Schulranzen und bunten Schultüten beschenkt. 

„Wir möchten den Kindern den Start ins Schulleben erleichtern“, erklärt Elke Bollmann, Leiterin der Tafel Erlangen. Ihr geht es auch um gleiche Chancen gegenüber anderen Schulkindern: „Sie sollen nicht von vornherein ausgegrenzt werden.“ Die Einschulung sei bekanntermaßen enorm teuer und könne nicht von allen aus der Portokasse gezahlt werden. Schätzungen zufolge werden dafür durchschnittlich 300 Euro ausgegeben. 
Unter den Tafelkunden*innen sind etwa 40 Familien mit einem Kind, das dieses Jahr eingeschult wird. Neben den Schulstartern*innen erhalten weitere ca. 200 Schulkinder im Alter von 6-14 Jahren einen Gutschein zum Kauf von Schulmaterial. 
„Die Beteiligung an der Aktion ist seit Jahren ungebrochen“, freut sich Bollmann. Möglich ist die Unterstützung der Familien durch Spenden vom Leo-Club Erlangen, dem Förderverein Tafel Erlangen e.V. und privaten Aktionen wie „Schultütenpate“ und Einzelspendern*innen. Die „Stiftung lesen“ übergibt jedes Jahr Bücher. 

Außerdem wurden fünf Kinder beschenkt, deren Familien von der Flüchtlings- und Integrationsberatung der Diakonie Erlangen und der Diakonie Bamberg-Forchheim betreut werden. »Welchen Schulranzen sie möchten, durften sich die Kids vor dem Treffen selbst aussuchen«, erklärte Heike Krämer vom Weihnachtskürbis e.V. Der Verein fördert seit 2010 Kinder und Jugendliche mit wenig Geld in Franken. Die Kinder, das konnte man bei der Spendenübergabe im Schlossgarten Erlangen sehen, waren mächtig stolz auf die neuen Schulsachen und bereit für den ersten Schultag.
 

Stellenangebot Sekretär*in (m/w/d) in Teilzeit (20 Wochenstunden)

Die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Baiersdorf sucht ab dem 1. März 2021 für das Pfarrbüro eine*n Sekretär*in (m/w/d) in Teilzeit (20 Wochenstunden).

<a href="https://de.freepik.com/fotos/kaffee">Kaffee Foto erstellt von onlyyouqj - de.freepik.com</a>Wir suchen eine*n zuverlässige*n und vertrauenswürdige*n Mitarbeiter*in, die/der bereit ist, das Leben in unserer Kirchengemeinde mit zu organisieren und erste Anlaufstelle für Haupt-, Neben- und ehrenamtliche Mitarbeitende ist.

Ihr Aufgabengebiet:

  • Organisation des Pfarramts
  • Mitarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit
  • Spenden- und Kassenverwaltung
  • Pflege der kirchlichen Mitgliederdaten
  • Diverse Verwaltungsarbeiten

Sie verfügen über fundierte gute Kenntnisse im Bereich Büroorganisation und EDV (Windows und MS-Office und Open-Office-Programme, Word, Excel). Sie arbeiten eigenverantwortlich, zuverlässig und gewissenhaft.

Wir bieten Ihnen:

Libanon Nothilfe: Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf!

„Das Ausmaß der Katastrophe in Beirut ist schockierend. Wir sind im ständigen Austausch mit unseren Partnern vor Ort und stehen für jede Unterstützung bereit, die sie in dieser schweren Zeit brauchen." (Michael Frischmuth)

Diakonie_Katstrophenhilfe_LibanonBerlin/Nürnberg, 7. August 2020. Die Diakonie Katastrophenhilfe wird die betroffenen Menschen nach der verheerenden Explosion in Beirut über ihre lokalen Partner unterstützen. Michael Frischmuth, Kontinentalleiter Asien beim evangelischen Hilfswerk: „Das Ausmaß der Katastrophe in Beirut ist schockierend. Wir sind im ständigen Austausch mit unseren Partnern vor Ort und stehen für jede Unterstützung bereit, die sie in dieser schweren Zeit brauchen."

Nicht nur die direkten Auswirkungen sind verheerend, auch mittelfristig braucht der Libanon Hilfe. Eine schwere Wirtschaftskrise und der Wertverfall des libanesischen Pfunds haben die Hälfte der Bevölkerung in Armut gestürzt. Die ohnehin schwierige Ernährungssituation wird sich nun weiter verschärfen. Immense Zerstörungen in der Hauptstadt werden die Preise von Baumaterial in den kommenden Wochen in die Höhe treiben. Den Menschen im Libanon stehen weitere schwere Zeiten bevor.

Das gilt besonders für hunderttausende Flüchtlinge, die vor dem Krieg in Syrien in den vergangenen neun Jahren im Libanon Schutz gesucht haben. Gemessen an der Einwohnerzahl hat kein Land so viele Menschen aus Syrien aufgenommen. Der Libanon hat sich seit dem Ausbruch des Krieges im Nachbarland solidarisch gezeigt – ebenso muss die Weltgemeinschaft nun Solidarität mit dem Libanon zeigen.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden: 
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin 
Evangelische Bank 
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Nothilfe Libanon
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/  

Geistliche Impulse zum Wochenende in den Erlanger Nachrichten

Kirchliche Nachrichten: Tragfähiger, vorübergehender Kompromiss gefunden

Photo by <a href="/photographer/greyman-42624">Helmut Gevert</a> from <a href="https://freeimages.com/">FreeImages</a>Irritationen löste der Artikel „in eigener Sache“ der Erlanger Nachrichten aus, in dem angekündigt wurde, dass ab sofort die kirchlichen Gottesdienst Termine zum Wochenende nicht mehr abgedruckt werden. In Folge erreichten viele empörte Leserbriefe, Kommentare und Anrufe der Gläubigen die beiden Dekanatsbüros. 

Um die Situation zu klären und eine gemeinsame Lösung zu finden trafen sich deshalb der katholische Dekan Pflaum und der evangelische Dekan Huschke mit den neuen leitenden Redakteuren der Erlanger Nachrichten Herrn Mößler-Rademacher und seinem Stellvertreter Herrn Benesch
In einem offenen und konstruktiven Gespräch berichteten die beiden Redakteure von der angespannten, finanziellen Situation im Pressebereich. Die sich in Kurzarbeit befindlichen Zeitungsmacher müssen deshalb den Regionalteil auf 6 Seiten begrenzen. Dieser Corana-bedingten Restriktion fallen aus Platzgründen auch die kirchlichen Termine zum Opfer. Bei normalem Umfang des Blattes, könnten die Termine wieder aufgenommen werden.

Herr Mößler-Rademacher schlug vor, dass statt der Termin-Tabelle bereits ab August ein geistlicher Impuls zum Wochenende abgedruckt wird. Dieser ermöglicht den Zeitungsmachern ein flexibleres Layout und den Erlanger Gemeinden eine abwechselnde Präsenz. Die beiden Dekane sehen in dieser Lösung eine gute Chance, auf aktuelle Herausforderungen mit Gedanken aus christlicher Sicht zu reagieren. Die besinnlichen Texte werden von unterschiedlichen Personen aus den Dekanaten verfasst und ermöglichen so einen abwechslungsreichen Einblick in das kirchliche Leben.

Unter den Impulsen stehen die Hinweise zu den Terminen auf den Homepages des katholischen und evangelischen Dekanats. https://www.dekanat-erlangen.de/ und https://www.erlangen-evangelisch.de/ 

Weitere Lockerungen der Corona-Auflagen

Die Lockerungen für die geltenden Einschränkungen während der Corona Pandemie nehmen zu. Die Evang. Kirche in Bayern und damit auch das Dekanat Erlangen passen deswegen die Regelungen an. Dies hat z.B. Einfluss auf die Feier von Hochzeiten und Taufen. Die verabschiedeten Hygienekonzepte in den Gemeinden sind zu beachten. 

Photo by <a href="/photographer/npiggy2-45862">Noelle Franzen</a> from <a href="https://freeimages.com/">FreeImages</a>Das Abendmahl ist weiterhin in einer Gestalt (d.h. nur Brot) gut durchführbar. Die Hostien werden dazu ohne Berührung der empfangenden Person in die Hand gelegt. Mundkommunion ist ausgeschlossen. 
Gottesdienste im Freien: Abstand von 1,5 m, Höchstzahl 200 Teilnehmenden. Mund Nasen Bedeckung (MNB) wird empfohlen.

Trauungen/Taufen/Konfirmationen: Geschlossene Gesellschaften bei Familienfeiern können in Gaststätten ohne Einhaltung der Mindestabstände feiern. Die Kirchenvorstände können deshalb beschließen, dass beim Tauf- oder Traugottesdienst derjenige Teil der Gemeinde, der anschließend als geschlossene Gesellschaft ohne Mindestabstände feiert, auch in der Kirche auf die Einhaltung der Abstände verzichten darf, sofern die Brautleute bzw. (Tauf-) Eltern das wünschen. Voraussetzung ist, dass die Kontaktdaten dieses Personenkreises erfasst sind. Weitere Gottesdienstbesucher halten die Mindestabstände ein. Dies gilt auch zwischen den unterschiedlichen Konfirmationsgesellschaften in ihrem Außenabstand.

Kindergottesdienste / Familiengottesdienste: Nachdem sich die Rahmenbedingungen für Gottesdienste und auch die Situation in den Schulen und Kindergärten in den vergangenen Wochen schrittweise verändert haben, können wieder Gottesdienste mit Kindern und ihren Familien (unter Einhaltung der Hygienevorschriften) stattfinden. 

Bei Konzerten im Kirchenraum gilt eine Höchstbesucherzahl von 100 (bei zugewiesenen und gekennzeichneten Plätzen: 200) Personen – auch wenn das Schutzkonzept für den konkreten Kirchenraum eine höhere Besucherzahl ermöglichen würde. Sieht das Schutzkonzept für den Raum eine niedrigere Besucherzahl vor, so gilt diese. Im Freien sind 200 (zugewiesene und gekennz. Plätze: 400) Personen erlaubt
 

Die Verantwortung für die Sicherheit der Gemeindeglieder liegt bei den jeweiligen Kirchenvorständen. Diese verabschieden für die unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort angepasste Hygienekonzepte. Bitte erfragen Sie die ggfs. abweichenden, örtlichen Vorschriften. (Stand 16. Juli 2020)

Verkaufsoffener Sonntag: 'Sonntagsallianz' erteilt Vorstoß von Bürgermeistern und Landräten klare Absage

Photo by <a href="/photographer/tomatokill-32645">cop richard</a> from <a href="https://freeimages.com/">FreeImages</a>Der stationäre Einzelhandel leidet: verstärkter Onlinehandel hat dazu geführt, dass viele Läden in den Innenstädten sich nicht mehr rentieren. Die Coronakrise hat die Situation weiter verschärft. Ein aktueller Vorstoß von Bürgermeistern und Landräten schlägt einen verkaufsoffenen Sonntag ohne Anlassbezug vor, um den Einzelhandel zu stützen. Die Nürnberger Dekanin Britta Müller und Dr. Johannes Rehm, Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) in Bayern sowie der DGB Mittelfranken befürchten darin einen Versuch auch über das Jahr 2020 hinaus grundsätzliche Regelungen zu ändern. 

In einer gemeinsamen Stellungnahme beziehen nun die evangelischen und katholischen Dekanate Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach und Ansbach Stellung und erteilen der Forderung deshalb eine klare Absage:

„Die Arbeitsbelastung der Angestellten hat sich eher noch verschärft. Man kann nicht auf der einen Seite den Angestellten im Einzelhandel applaudieren und bessere Arbeitsbedingungen fordern und auf der anderen Seite die Regelung zum Schutz des freien Sonntags in Frage stellen,“ so die Dekaninnen und Dekane in der offiziellen Stellungnahme.
Der Sonntag, als Tag der Familie und Ruhetag, darf nicht geopfert werden. Stattdessen müsse die Attraktivität der Innenstädte gesteigert und vor allem das Einkaufsverhalten der Kundinnen und Kunden selbstkritisch überdacht werden.

Die offizielle Stellungnahme der regionalen Kirchenvertreter finden Sie im Anhang
Unterzeichnet wurde diese von:

Für Erlangen: 
Dekan Peter Huschke, Dekan Michael Pflaum