Bedford-Strohm: Sich allen Formen von Antisemitismus entgegenstellen

München, Fürstenfeldbruck (epd). Zum 50. Jahrestag des Olympia-Attentats von 1972 hat der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm dazu aufgerufen, sich allen Formen von Antisemitismus entgegenzustellen. Das Gedenken sei auch Anlass, sich allen Haltungen und Ideologien entgegenzustellen, die Gewalt als Mittel der Durchsetzung ihrer Ziele propagieren, sagte er laut Mitteilung vom Montag. Angesichts der langen Geschichte des christlichen Antijudaismus müsse es auch für die Kirchen Anlass kritischer Selbstreflexion sein.

Am Montag fanden in München und Fürstenfeldbruck zwei Gedenkakte in Erinnerung an das Attentat durch palästinensische Terroristen bei den Olympischen Spielen von 1972 in München statt, bei dem elf Mitglieder der israelischen Mannschaft und ein bayerischer Polizist ums Leben kamen. Dies sei zuallererst ein Anlass zur Trauer über den Tod von Menschen, deren Angehörige bis heute den Schmerz des Verlustes ihrer Lieben spürten, sagte Bedford-Strohm.

Der Landesbischof nahm an der zentralen Gedenkveranstaltung am Montagnachmittag im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck teil, zu der hochrangige Gäste aus Deutschland und Israel erwartet wurden - unter ihnen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und sein israelischer Amtskollege Izchak Herzog sowie Hinterbliebene der Opfer. Am Vormittag gab es bereits einen kleineren Gedenkakt im Erinnerungsort im Olympia-Park München. (00/3115/05.09.2022)

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