Nachrichten aus der Johannesgemeinde

Predigt vom 20. Juni 2021

2 Tage 18 Stunden ago
Predigt vom 20. Juni 2021 admin Di., 22.06.2021 - 19:45 Predigt über Lk 15,1-10

151Es nahten sich ihm aber alle Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. 2Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. 3Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: 4Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet?5Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude. 6Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. 7Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. 8Oder welche Frau, die zehn Silbergroschen hat und einen davon verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie ihn findet? 9Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freut euch mit mir; denn ich habe meinen Silbergroschen gefunden, den ich verloren hatte. 10So, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

Liebe Gemeinde!

Sie wissen, was ein Ohrwurm ist. Was ich bisher nicht wusste: Auch Wörter können einen Ohrwurm erzeugen. So erging es mir mit dem Wort „verlieren/verloren“ seit ich den Abschnitt aus dem Lukasevangelium gelesen hatte. Und immer neue Verwendungsmöglichkeiten fielen mir ein.

Verlieren ist eine alltägliche Sache. Ständig verlieren wir etwas, machen uns auf die Suche, und wenn es gut geht, finden wir das Verlorene. Aber nicht nur Gegenstände kann man verlieren. Verlieren kann man auch den Anstand oder die Übersicht oder die Liebe und vieles mehr. Man kann auch sich verlieren in etwas; z.B. der Arbeit; oder der Maler im Detail. Manche Menschen verlieren auch sich selbst. Ferner lässt sich das Wort auch passiv gebrauchen: Kinder können ihren Eltern verloren gehen; so wie Jesus einmal seinen Eltern auf dem Weg nach Jerusalem verloren ging. Und dann gibt es natürlich die Verlierer im Gegensatz zu den Gewinnern. Beide werden gerade jeden Abend im Fußball ausgespielt.

Das Gleichnis ist uns aber nicht zur grammatikalischen Belehrung erzählt, sondern damit wir darin unseren Platz finden. Aber welchen?

Gerade das Wort „verlieren“ bietet ja viele Möglichkeiten.

Aus Sicht der Pharisäer und Schriftgelehrten sind die Zöllner und Sünder die Verlorenen, die längst aufgegeben sind. Uns erscheinen sie als Menschen, die sich selbst verloren haben.  In der Frau und dem Hirten begegnen uns Menschen, die mit großem Einsatz Verlorenes suchen. Und der Himmel lädt ein, mit Gott sich über Wiedergefundenes zu freuen.

Schauen wir zunächst auf die Zöller. Erstmal sind sie die großen Gewinner. Sie haben auch mit großem Einsatz gespielt. Von der römischen Besatzungsmacht haben sie für viel Geld eine Zollstation gepachtet. Die Römer verlangten festgesetzte Beträge für die passierenden Waren. Um Gewinn zu machen, musste kräftig aufgeschlagen werden. Das öffnete der Willkür Tor und Tür. Was die Zöllner in diesem System gewannen, war Macht über die Menschen und wohl eine Menge Geld. Was sie verloren, war das Bewusstsein dafür, dass wir uns nicht selbst beschaffen können, was das Leben letztlich ausmacht. Verloren gegangen war das Vertrauen, dass das Leben von Gott getragen ist.

An die Stelle des Vertrauens tritt dann notwendig die Sorge um das eigene Leben. Da geraten wir in einen Strudel des Immer-mehr-haben-Müssens an Ansehen, Besitz und Sicherheiten für unser Leben. Es ist ein Fass ohne Boden. Mit dieser Sorge kommen wir nicht ans Ende.

Erscheinen die Zöllner zunächst als große Gewinner, stehen sie am Beginn der Gleichnisse schon als Verlierer da. Verloren haben sie die Achtung anderer. Zöllner und Sünder nennt man in einem Atemzug. Verloren haben sie die Anerkennung, respektierte Glieder der Gesellschaft zu sein. Verloren haben sie schließlich sich selbst. Nur eines haben sie nicht verloren: die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Darum suchen sie ja die Nähe Jesu.

Verlorenheit ist heute ein Grundgefühl vieler Menschen. Mir geht es so, dass ich mich alleine eigentlich nicht verloren fühle. Da komme ich ganz gut zurecht. Eher beschleicht mich dieses Gefühl inmitten von Menschen, denen ich mich doch zugehörig fühle; etwa in der Großfamilie, auf einem Fest oder auch in der Gemeinde. Liegt es daran, dass dann die Erwartung, verstanden zu werden, besonders groß ist?

Ich denke, Verlorenheit hat seinen Platz in der Pubertät. Da fühlt man sich plötzlich fremd im eigenen Körper. Da verliert man die enge Bindung an Eltern und Geschwister und die Geborgenheit in der Familie. Da steht auch der bis dahin vielleicht selbstverständliche Glaube an Gott infrage. Das alles muss so sein, damit man es neu für sich entdecken und aneignen kann. Doch immer wieder verlieren wir in unserem Leben mal Mitte und letzten Halt. Dabei ist uns doch gesagt (was wir heute im Leitvers gesungen haben): Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

Wie gut, wenn jemand da ist, der die Hand ausstreckt und in seiner Suche nicht aufgibt.

Eine andere Perspektive. Mit den Augen der Pharisäer und Schriftgelehrten sehen wir in den Zöllnern Menschen, die der Gemeinschaft verloren gegangen sind; und zwar endgültig. So wird gerade diskutiert, ob nicht etwa eine ganze Generation Ostdeutscher durch ihre DDR-Vergangenheit der Demokratie verloren gegangen ist.

Ich denke auch an Kinder, die sich von ihren Eltern abgekehrt und jeden Kontakt abgebrochen haben. Das passiert leider gar nicht so selten. Und ich denke an Menschen, die der Gemeinde fremd geworden sind; vielleicht sogar aus der Kirche ausgetreten sind.

Es ist ja keineswegs so, wie Jesu Worte nahelegen, dass Menschen immer auf die Suche gehen, wenn sie etwas verloren haben. Bevor wir uns auf die Suche machen, stellen wir erstmal die Frage, ob sich denn die Suche überhaupt lohnt. Wenn wir etwa auf einer Wanderung bemerken, dass wir die Papiertaschentücher verloren haben, kehren wir ganz bestimmt nicht um. Nur Brieftasche, Schlüssel, Kalender und Brille – diese vier müssen bei mir immer an ihrem Platz sein. Sonst werde ich nervös und fange an zu suchen. Aber sonst ist doch in einer Überflussgesellschaft fast alles ersetzbar.

Wer stellt schon das ganze Haus auf den Kopf wegen eines Groschens? Und wer nimmt die Mühe auf sich, ein Schaf zu suchen und dann nach Hause zu tragen?

Wie stellen wir uns zu denen, die der Kirche fremd geworden sind? Lassen wir es achselzuckend geschehen? Aus der Perspektive Jesu ist das keine Möglichkeit. Denn sie gehören weiter dazu. So wie das eine Schaf ja weiter zur Herde gehört. Die Frage kann also nur sein: Wie nehmen wir an Gottes Suche teil?

Ich bewundere die Frau. Sie steht für echte Verantwortlichkeit. Das ganze Haus stellt sie auf den Kopf. Und das Licht, das sie für die Suche anzündet, war sicher auch kostbar. Sie steht auch für Großzügigkeit, denn das kleine Freudenfest mit Nachbarinnen und Freundinnen hat sie vielleicht  mehr gekostet als den einen Silbergroschen.

Ich bewundere auch den Hirten. Wenn wir das Gleichnis hören, sind wir sofort voller Angst: Was wird aus den 99 Schafen, die er allein lässt? Wir denken: Lieber auf eines verzichten und dafür 99 sicher haben. Wir können gar nicht anders, als zu rechnen und abzuwägen.

Mit Angst gucken wir auch auf die Zahlen in der Kirche und sind voller Sorge: Jetzt sind wir noch 99, im nächsten Jahr vielleicht noch 89, dann 79…

Gottes Ökonomie ist eine andere: das Gegenteil von der Angst um die Verbliebenen - das Gegenteil vom Rechnen ist die Liebe, die sagt: Du gehörst dazu! Darum gehe ich dir nach. Wenn nötig ein Leben lang.

Und die 99? Nach Vers sieben sind es die Gerechten, die sowieso in Gottes Hand geborgen sind. Zu ihnen gehören übrigens auch die Pharisäer und Schriftgelehrten. Welchen anderen Platz sollten sie sonst im Gleichnis haben? Und doch müssen sie noch viel lernen über Gottes Sorgen…

Und dann gibt es noch einen Platz. Mit den Nachbarinnen und Freundinnen sollten wir uns einladen lassen und mit der Frau feiern. Und wir sind eingeladen, an Jesu Suche des Verlorenen teilzunehmen. Dann können wir auch die Freude Gottes über das Wiedergefundene teilen. Wir gehören ja selbst zu denen, die Gott gefunden hat. Und es ist tröstlich zu wissen: Wenn wir uns einmal verlaufen sollten; Gott wird nicht aufhören, nach uns zu suchen, bis er uns gefunden hat.

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herren. Amen.

Pfarrer Cyriakus Alpermann

Letzte Aktualisierung 22.06.2021 - 19:45 Datei Predigt vom 20. Juni 2021
admin

Predigt vom 6. Juni 2021

1 Woche 4 Tage ago
Predigt vom 6. Juni 2021 admin So., 13.06.2021 - 19:42

Predigt am 1. Sonntag nach Trinitatis, 6. Juni 2021,

9.30 Uhr, Johanneskirche Alterlangen

Zum Lied "Von Gott will ich nicht lassen" EG 365 und zu Psalm 73

Pfarrer Christoph Reinhold Morath, Erlangen

cr-m [klammeraffe] gmx.de

1. Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir, führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr. Er reicht mir seine Hand; den Abend und den Morgen tut er mich wohl versorgen, wo ich auch sei im Land.

2. Wenn sich der Menschen Hulde / und Wohltat all verkehrt, so findt sich Gott gar balde, sein Macht und Gnad bewährt. Er hilft aus aller Not, errett' von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenn's auch wär der Tod

3.Auf ihn will ich vertrauen / in meiner schweren Zeit; / es kann mich nicht gereuen, / er wendet alles Leid. / Ihm sei es heimgestellt; / mein Leib, mein Seel, mein Leben / sei Gott dem Herrn ergeben; / er schaff's, wie's ihm gefällt!

4. Es tut ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meint's gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein eingebornen Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret. Lobt ihn in's Himmels Thron!

Liebe Gemeinde!

1.

Von jemand nicht lassen wollen - das ist die Sprache der Liebe.

Liebende halten sich möglichst lange an den Händen, fassen sich an, wollen beieinander sein und bleiben, sooft es geht.

Von jemand nicht lassen wollen oder können - das ist auch die Sprache des Kampfes: Zwei Kampfhähne waren nicht auseinander zu bringen, sagt man, sie wollten oder konnten nicht voneinander lassen.

Von jemand nicht lassen wollen oder können - Da gibt es viele Gründe, die jede und jeder von uns nennen und erzählen könnte.

II.

Ein Lied unseres Gesangbuchs und den dazu gehörigen Psalm - beides wollen wir heute bedenken.

„Von Gott will ich nicht lassen“ - vier Strophen dieses alten Liedes haben wir vorhin gesungen. Insgesamt sind es neun, die kunstvoll aufeinander aufbauen. Acht stehen noch in unserem Gesangbuch.

Ludwig Helmbold, der im 16. Jahrhundert lebte und Universitätslehrer, Prorektor und Superintendent in Erfurt war, ein viel geehrter Gelehrter und Dichter, hat es geschaffen. Von Kaiser Maximilian II. wurde er auf dem Augsburger Reichstag 1566 zum Poeta laureatus gekrönt, also, so würden wir heute sagen, zum Literaturpreisträger. 1563/64 tobten Religionskriege in Frankreich, wütete die Pest in Erfurt, an die 4000 Menschen starben.

Künstler, Wissenschaftler, Poeten - inmitten von Seuche, Katastrophe und Pandemie - da fällt uns derzeit auch einiges ein.

Obwohl fast alle Freunde Helmbolds fliehen, harrt er aus. Man vermutet, er habe dieses Lied einer Frau mitgegeben, die 1563 vor der Pest die Stadt verlässt.

Das rührt an - und lässt fragen: Welche Lieder tragen wir bei uns, damit schwere Wege leichter werden?

Hinten in unserer Kirche geben wir auch Menschen, die inmitten der Pandemie tagsüber hier hereinfinden, etwas mit: Unsere Gesangbücher liegen auf, sie wurden nie weggeräumt. Viele kleine Zeichen gibt es, Karten mit Bibelworten und spirituellen Texten können mitgenommen werden, die Gebetsecke mit den Gebeten anderer ist da -  Willkommenszeichen.

Pestlieder gibt es ja viele, Lieder, die inmitten der damals größtmöglich vorstellbaren Not entstanden

sind, aus der Ratlosigkeit und mitten aus erfahrenem Elend heraus, ein Jahrhundert später besonders im 30jährigen Krieg.

Lieder mit den beiden Polen: "Trotz" und "Trost", wie wir sie von Paul Gerhardt kennen.

Trotz und Trost - Ich frage einmal heute kurz dazwischen: Gibt es eigentlich Corona-Lieder? Haben wir welche neu hinzubekommen? Außer im Kabarett sehe ich nur Fehlanzeige. Ist "Trotz" und "Trost" aktuell nicht gefragt? Oder reicht das, was wir haben, aus? Uraltes und altes, dann aber doch aktuell? Dann sind wir bei unserem Lied und dem Psalm gut aufgehoben.

III.

Helmbolds Gedanken kreisen um die Auslegung des 73. Psalms: „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.“ Wir haben die bekanntesten Verse davon zu Beginn des Gottesdienstes miteinander im Wechsel gesprochen.

Beide Lieder, der Psalm und der Choral, beginnen mit dem aktiven, bewussten "Ich". "Dennoch" - ich bleibe. "Von Gott" - ich lasse nicht. Trotz und Trost. Erwachsener Trotz ist nicht dasselbe wie eine kindliche Trotzphase. Erwachsener Trotz ist lebenswichtiges Dagegenhalten, ist, modern gesprochen: Resilienz, seelische Immunisierung, oder wie wir es im Glauben sagen: Stärkung des inwendigen Menschen, die Fähigkeit in uns, Kräfte für Krisen zu entwickeln, bereit zu halten und zu aktivieren.

Trotz - dennoch! Trotz und Trost: Der Trotz ist nicht ohne den Trost sinnvoll. Niemand kann dagegen halten, wenn er nicht den Rücken gestärkt bekommen hat.

"Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du, Gott, hältst mich bei meiner rechten Hand." - "Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir."

"Teneo quia teneor" - Ich halte, weil ich gehalten bin. Das war das Motto der Bekennenden Kirche im 3. Reich. Es stand auf den Stempeln der Bekennenden Kirche, Ausdruck von Bekenntnis und Urvertrauen!

Ich denke, es gibt niemanden, der nicht schon erlebt hätte, dass das Vertrauen in das Leben und in Gott erschüttert worden wäre. Da hängt das Vertrauen mit dem Leben an einem seidenen Faden, Geborgenheit, seelische Heimat geht verloren.

Ich habe von einer Frau gelesen, die ihr Kind verloren hatte. Ihre Gebete und die anderer haben, menschlich gesprochen, nichts bewirkt. Aber sie sagt, sie habe die eigenartige Erfahrung gemacht: "Je weniger meine Gebete erhört wurden, desto frömmer bin ich geworden." Und sie meint damit, dass sich unbewusst in ihr genau das ereignet hat: "Teneo quia teneor" - Ich höre nicht auf zu vertrauen, weil ich gehalten bin. Alles spricht dagegen, aber ich bleibe. Geborgenheit umgibt mich, nur auf mich gestellt, wäre ich verloren.

Wenn Notärzte schwer verletzte und bewusstlose Menschen erstversorgen, sagen sie oft, verbunden mit leichten Backenschlägen: "Bleiben Sie bei mir, nicht loslassen!" Daran merken wir die Kraft des Bleiben-Wollens, des Nicht-Loslassens. Teneo quia teneor.

Vielen geht es anders. Viele lassen gerade die Kirche und die Kirchen los, und nicht wenige mit der Kirche auch Gott. Da sind wir in einer Art anderem Trotz schnell dabei. Das ist durchaus zu verstehen. Gott ist oft weit weg, mit dem Leiden an der Kirche wächst die Distanz zu Gott, oft erlahmt auch der Wille, es weiterhin gegen allen Augenschein zu versuchen. Wir erleben gerade eine solche Bewegung weg von der Kirche, nicht nur von der katholischen, und auch weg von Gott, wie immer er von Menschen verstanden wird.

Der Rücktritt von Kardinal Marx vorgestern ist ein respektabler Schritt: Da lässt ein Bischof los, um Verantwortung zu übernehmen und um letztlich glaubwürdig zu bezeugen, dass trotz allem Gott loszulassen keine gute Lösung ist. Da lässt einer sein Amt los, damit der "tote Punkt", wie Marx es ausgedrückt hat, überwunden werden kann.

Ich halte, weil ich gehalten bin - Da ist es geradezu notwendig, dass gute Worte sich in uns melden, Trostworte, die Trotzkräfte nähren können.

Gute Worte - in unserem Gottesdienst heute hören wir viele davon, aus Bibel und Gesangbuch - und da lassen sich tatsächlich so viele finden, wie gebraucht werden. Sage niemand, da fehle es!

Und hier in unserem Lied, und schon von der Sprache her zeigt sich der kundige Literat: Die Sprache ist auch nach 450 Jahren noch aktuell.

"3. Auf ihn will ich vertrauen / in meiner schweren Zeit; / es kann mich nicht gereuen, / er wendet alles Leid." und: "4. Es tut ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meint's gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein eingebornen Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret."

Auf ihn will ich vertrauen - es kann mich nicht gereuen - er meint's gut mit uns allen...

Damit Vertrauen, Ur-vertrauen in und zu Gott wächst, braucht es Vorbilder und auch Bilder. Das wissen wir von Kindern; wie Eltern und andere Bezugspersonen sich verhalten, das ist entscheidend dafür, dass in den Kindern ein stabiles Gerüst an Kräften wächst, das unbewusst Halt gibt und mit tragfähige Bilder von Gott entwickeln lässt. Denn: Gott können wir ja nicht sehen.

IV.

Von jemand nicht lassen wollen - das ist die Sprache der Liebe. Von jemand nicht lassen wollen oder können - das ist auch die Sprache des Kampfes. "Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir".

Ein Bild dafür liegt in der Melodie zu unserem Lied verborgen. Das überrascht. Denn wir nehmen die Melodie eher als wenig interessant, als ruhig und unspektakulär wahr, auch von der Verwendung beim Adventslied: "Mit Ernst, o Menschenkinder" (EG 10) her. In einer Vorform zur jetzigen Fassung ist es ein altes französisches Chanson. Vor über 500 Jahren gehörte die Melodie zu einem Lied, das die Sehnsucht junger Frauen beschrieb, die von ihren Familien ins Kloster gesteckt worden waren. Und es war ein Tanz. Im Tanz konnten diese Frauen ausdrücken, was ihr Leben, ihre Liebe, ihr Leid und ihr Glaube war. Trotz und Trost.

Nun hat ein Musikerkollege kürzlich beim Schreiben eines Bläservorspiels dazu festgestellt, dass die Melodie sich mit dem Rhythmus eines Tango verbinden lässt. Er hat einen Bäsertango dazu geschrieben - und im Nachhinein kann man feststellen, dass auch die Worte von Ludwig Helmbold sich mit dem Tango in ein sinnvolles Bild kleiden lassen.

Vielleicht haben Sie sich gewundert, dass ich beim Orgelvorspiel vorhin ungewohnte Klänge mit der Choralmelodie verbunden habe: Ich habe Elementen eines Tango von Astor Piazzolla in die Improvisation eingebunden.

Gerade der Tango gilt als ein leidenschaftlicher Tanz, dessen Musik und dessen Bewegungsintensität sich entwickelt. "Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir" - das ist auch Sprache der Leidenschaft; da ist Bewegungsintensität, die sich entwickelt im Verhältnis von Gott und mir.

Und beim Tangotanzen lässt man seinen Partner auch nicht los, allerdings: Ich erinnere mich an meinen Tanzlehrer im Schülertanzkurs, der immer betonte: Führen geht mit ganz kleinen Bewegungen und Impulsen. Partnerin und Partner stehen und bewegen sich ganz selbständig, nur gehalten von einer andauernden, aber minimalen Berührung. Liegt die Dame zu schwer im Arm, so sagte er, läuft etwas schief. Zieht der Herr zu stark, wirkt es verkrampft.

"Er reicht mir seine Hand" - "Darf ich bitten ...?" Führen - wie geht das? Beim Tanzen und im Blick auf Gott und mich? Unabhängig von der Genderdiskussion sagen wir es traditionell: Wie eine Dame aufgefordert wird und darauf hofft, dass der Herr sie gut über die Tanzfläche bringt, mit ganz wenig Druck und Impulsen und viel Freiheit - so will ich mich dem göttlichen Tänzer anvertrauen, ich glaube, er führt mich gut durch mein Leben.  Ich finde - Ein schönes Bild, mit viel Anhalt an unserem Lied und seiner Geschichte.

Übrigens: Die Tanzenden beim Tango schauen sich nur selten in die Augen, sie sehen eher aneinander vorbei, ein Flirt auf der Tanzfläche gehört dazu.

Viele Menschen machen die Erfahrung, dass es gerade die kleinen Berührungen und Impulse im Leben sind, die weiterbringen, die Führung und Wegweisung geben. Man kann sie leicht übersehen oder anders deuten. Aber man kann sich in sie einüben, man kann für sie sensibel werden, lernen, sie mit Gott und meinem Leben zu verknüpfen. Unser Lied und unser Psalm sind dafür Anregungen.

V.

Ein anderes Tanzlied fällt mir dazu ein, das viele kennen: "In dir ist Freude, in allem Leide" (EG 398) - und da heißt es von Gott wie von einem Tänzer: "An dir wir kleben, im Tod und Leben". 

"Er hilft aus aller Not, errett' von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenn's auch wär der Tod". - so heißt es in unserem Lied.

Diese Hoffnung, die Rettung auch aus dem Tod, hat ihren Grund nun nicht in unserer Erfahrung, sondern in der Lebensgeschichte und im Geschick des Menschen Jesus Christus.

"Von Gott will ich nicht lassen" - das ist ein Lied, das auch mit Jesus verbindet. Jesus ist das radikalste Beispiel dafür, was der Psalm sagt: "Dennoch bleibe ich stets bei dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand." Denn wurden die Profeten oder andere Menschen in der Bibel immer wieder von Engeln getröstet und gestärkt, ich denke an Elia (1. Könige 18f.), so hat Jesus alles alleine durchgestanden, bis zum Tod, "ja zum Tode am Kreuz" (Philipper 2,8), wie Paulus verschärfend hinzufügt.

In Gethsemane wurde Jesus von seinen engsten Vertrauten alleine gelassen, von einer Antwort Gottes auf seine Bitten ist nichts gesagt. Nur das Einwilligen in den schweren Weg ist (auch) ein verborgenes Zeichen - aber Helmbolds Zeilen haben Jesu Erfahrung wie eine Folie hinter sich: "Ihm sei es heimgestellt; / mein Leib, mein Seel, mein Leben / sei Gott dem Herrn ergeben; / er schaff's, wie's ihm gefällt!" Bei Jesus heißt es: "Nicht wie ich will, sondern wie du willst" (Matthäus 26,39).

Am Kreuz geht es nicht mehr tiefer und dunkler: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen" (Matthäus 27, 46)? Auch da gibt es keine Antwort - erst wenig später sind es die ersten Zeugen, die sagen, was sie erfahren: Mit den Worten des Hebräerbriefs heißt das so: "Und Jesus hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, indem er Gott in Ehren hielt." (Hebräer 5,7)

"Und er ist erhört worden". Nicht nur er, nicht nur Jesus, der "Anfänger und Vollender des Glaubens", wie der Hebräerbrief sagt. Auch mir und dir gilt das. "Er, sie ist erhört worden." "Ich bin erhört worden." Und: "ich werde gehört und gehalten."

Helmbolds Lied sagt es so: Gott "meint's gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ..." Und auch von uns heißt es, Jesus nach: "...wir werden nach dem Tod / tief in die Erd begraben; / wenn wir geschlafen haben, / will uns erwecken Gott."

Und als Ziel scheint auf:  "...kommt doch die Ewigkeit, / ist aller Freuden voll, / die ohne alles Ende, / dieweil ich Christus kenne, / mir widerfahren soll." Und das kommt auch "trotz" allem - "obwohl ich hier schon dulde, viel Widerwärtigkeit, / wie ich auch wohl verschulde /..."

Das Vertrauen in Gott hat Ewigkeitswert, trotz aller Schuld, Verfehlung und negativer Erfahrungen - Gott hat keinen anderen Willen als den, uns zu nützen - sage niemand etwas Anderes, glaube niemand jemals etwas Anderes. Nur deshalb macht es Sinn, an ihm festzuhalten: „...er mach’s, wie’s ihm gefällt!“

Noch eine andere Facette des Bilds füge ich hinzu: Wie beim Tanzen die Musik zwei Partner verbindet, so verbindet im Bild Jesus Gott und Mensch. Auch wenn die Geschichte beider Tänzer kompliziert ist, auch wenn sich die beiden nicht immer verstehen - sie hängen aneinander.

VI.

Der Tanz - ein Bild, das helfen kann.

Zum Bild gibt es aber auch einen Ort, und Zeit und Stunde, wo es zu der erstaunlichen Einsicht kommt, dass Gott es letztlich gut mit uns meint, dass er meine Hand fasst, dass er mich annimmt und am Ende in eine neue Welt, in neue Lebensräume hineinreißt.

Helmbold sagt es so:

"Das ist ein sel'ge Stunde, / darin man sein gedenkt; / denn sonst verdirbt all Zeit, / die wir zubringn auf Erden." Ich gestehe, dass ich erschrocken bin über diese Formulierung: "denn sonst verdirbt all Zeit, / die wir zubringn auf Erden". Da meldet sich der ganze Lebenskampf mit der Zeit, die Arbeit, der Stress, die fehlende, die nicht gestaltete Zeit, die "verlorene" Zeit - ein Gefühl, das einen oft überfallen kann.

Helmbold sagt: "Ohne die sel'ge Stunde, darin man sein, also Gottes, gedenkt, ist alle Zeit "verdorben".

Was da gemeint ist, klärt unser Psalm: "Ich sann nach, alles zu verstehen - es war eine Qual in meinen Augen! Bis ich kam zum Heiligtum Gottes."* (Vgl. zu Psalm 73 die Anmerkung am Ende der Predigt!)

Ja: Der Gottesdienst ist Zeit und Ort, wo sich klärt, wohin mich die kleinen Zeichen der Führung Gottes leiten möchten, ob der Tanz meines Lebens heil endet. Dort erkennen wir nicht nur die Brüchigkeit der Lebenswirklichkeit anderer, sondern gerade das, worin wir selber den vergehenden Träumen am Morgen gleichen. Dort beruhigt sich meine Lebenssituation, der Blick auf die anderen und mein eigenes dunkles Inneres kann vergehen und dem Neuen weichen: Ja, gut ist Gott, und "er meint es gut mit uns allen."

Der Durchbruch einer anderen Wahrheit, die sich durch alle Verhüllungen und Widersprüche des Lebens und der Geschichte hindurch Bahn schafft, ist Trost und Verheißung des Gottesdienstes.

Übermorgen, am Dienstag Abend (8.6.2021), hat der Kirchenvorstand zu einem Ideenabend eingeladen. Es wird darüber nachgedacht, einen "Gottesdienst für alle" zu entwickeln. Im KONTAKT steht die Formulierung "verständlich und attraktiv". Es ist notwendig, dass wir uns solche Gedanken machen, denn viel hängt auch an äußeren Formen und daran, mit welchen Worten, mit welcher Musik, mit welchen Liedern Gott uns alle berührt. Das Planen wird gelingen, wenn wir sehen, dass es bei jedem Gottesdienst um die "sel'ge Stunde,/ darin man sein (Gottes) gedenkt," geht, damit "wir bleib'n in Ewigkeit."

VII.

Am Ende soll es nochmals ganz einfach werden in einem letzten Bild.

Ich erinnere mich genau an einen Spaziergang während eines Winterurlaubs im Tannheimer Tal in Tirol. An meiner linken Hand ging unsere Alexandra, damals vielleicht fünf Jahre alt, wie immer, meine Hand fest umfasst und den Blick fast trotzig nach unten auf den Weg gesenkt.

An der rechten Seite unser Johannes, damals knappe sieben Jahre alt. Wie es so kommt beim Laufen - unsere Hände ließen einmal einander los, und ich merkte, dass seine Hand immer noch nach oben in die Richtung meiner Hand ausgestreckt war. Und als ihn dann anschaute und wir einander wieder ganz leicht berührten, sagte er: „Bin bloß bei dir, Papa“.

Das ist es: „Bin bloß bei dir, Papa“ -

„Doch ich bin stets bei dir, / du hast meine rechte Hand gefasst. / Nach deinem Rat führst du mich und hernach - in Herrlichkeit nimmst du mich auf.“

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Die nächsten vier Strophen des Liedes singen wir nach den vier Melodien, die man für dieses Lied finden kann:

5. Lobt ihn mit Herz und Munde, / welchs er uns beides schenkt! / Das ist ein sel'ge Stunde, / darin man sein gedenkt; / denn sonst verdirbt all Zeit, / die wir zubringn auf Erden. / Wir sollen selig werden / und bleibn in Ewigkeit. (Melodie: "Ich will, solang ich lebe" EG 276)

6. Auch wenn die Welt vergehet / mit ihrem Stolz und Pracht, / nicht Ehr noch Gut bestehet, / die wir so groß geacht': / wir werden nach dem Tod / tief in die Erd begraben; /  wenn wir geschlafen haben, / will uns erwecken Gott. (Melodie original EG 365)

7.Obwohl ich hier schon dulde / viel Widerwärtigkeit, / wie ich auch wohl verschulde, / kommt doch die Ewigkeit, / ist aller Freuden voll, / die ohne alles Ende, / dieweil ich Christus kenne, / mir widerfahren soll. (Melodie: "Aus meines Herzens Grunde" EG 443)

8. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat. Sein Sohn hat Guts die Fülle / erworben uns und Gnad. Auch Gott der Heilig Geist / im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! (Melodie "Nun jauchzet all ihr Frommen" EG 9)

Text: Ludwig Helmbold 1532-1598

* Text und Anmerkung Psalm 73 (siehe Predigt Abschnitt VI)

(wörtliche Übersetzung nach H. J. Kraus)

Ein Psalm von Asaph.

Trotz allem - voller Güte ist Gott gegen den Aufrichtigen.

Aber ich - beinahe wäre ich mit meinen Füßen gestolpert.

Denn ich wurde eifersüchtig auf die Prahler,

als ich das Glück der Gottlosen erblickte.

Sie haben keine Leiden, / gesund und satt ist ihr Körper.

Sie werden nicht wie andere Leute geplagt.

Sie setzen an den Himmel ihr Maul, / ihre Zunge ergeht sich auf der Erde.

Immer im Glück häufen sie Macht an.

Ganz umsonst hielt ich rein mein Herz / und wusch meine Hände in Unschuld.

Und ich dachte nach, dies zu verstehen - wie qualvoll war es für mich.

Bis ich kam zum Heiligtum Gottes.

Erkannt habe ich dort, wie es mit jenen zu Ende geht.

Du lässt sie stürzen in Täuschungen.

Im Nu sind sie verschwunden, vergangen wie ein Traum; beim Aufwachen, verschmäht man sein Bild.

Als erbittert ich war im Herzen und im Innern mich verzehrte -

da war ich töricht wie ein Ochse und ohne Verstand.

Doch ich bin stets bei dir,

du hast meine rechte Hand gefasst.

Nach deinem Rat führst du mich

und hernach - in Herrlichkeit nimmst du mich auf.

Wen hätte ich im Himmel?

Und neben dir begehre ich nichts auf Erden!

Mag auch schwinden mein Leib und Herz,

mein Fels und Teil ist Gott.

Denn siehe, die von dir weichen, vergehen;

du vertilgst, die von dir abfallen.

Ich aber - deine Nähe ist mir köstlich,

auf dich, Gott, habe ich mein Vertrauen gesetzt,

auf dass ich erzähle all deine Taten.

Anmerkung:

Dieser in seinem letzten Abschnitt so bekannte Psalm ist im Ganzen ein Psalm des Lebens, eine Art Biographie, krass, realistisch und utopisch - Höhen und Tiefen, menschliche Gefühle, Gründe und Abgründe. Anfechtungen und Wende zum Guten, Eifersucht und Neid, eigene Wege, Stolpern, Straucheln und Zurückfinden zur Mitte, Erkenntnis der Dummheit, sich vorkommen wie ein Ochse und Laufen an der Hand Gottes.

Das klingt wie nach einem Leben voller Entrüstung, Enttäuschung, voll Skepsis, Zweifel, Neid und Wut - über Gottlosigkeit, Abwege und Abstürze - in meiner eigenen Lebenserfahrung bis hin zur Möglichkeit, dass ich mich selbst dem, was ich ablehne, annähere.

Das ist nicht nur die wütende Abrechnung mit dem, dass es den Gottlosen nachhaltig gut geht. Das ist das Gebetsprotokoll, das Gedankenprotokoll eines Menschen an der Grenze zwischen der Erfahrung, dass Gott ferne ist und scheinbar bei den Falschen, und zwischen der Erfahrung, dass Gott gut zu mir ist, gut und nahe, Fels und Teil. Der Unsichtbare wird erfahrbar, wenn sich die Hände finden.

Das ist ein Gedankenprotokoll der Erfahrung, dass Gott mit der alltäglichen Wirklichkeit der Großmäuligkeit, des Machtmissbrauchs und der Verführung nichts zu tun hat.

Das ist aber auch ein Psychogramm, ein Gedanken- und Gebetsprotokoll der Einsicht in meine eigenen Wege und Irrwege, da hinein, wo das, was ich an anderen sehe, bei mir selbst sehen muss, auch meine einstürzenden Alt- und Neubauten im Leben. Aber dort, wo ich diese Erfahrungen im Gebet vor Gott bringe, werden sie klar, aber eben auch verwandelt. Am tiefsten geschieht dies im Gottesdienst, im "Ankommen am heiligen Ort."

Letzte Aktualisierung 13.06.2021 - 22:57 Datei Predigt vom 6. Juni 2021
admin
Checked
13 Stunden 27 Minuten ago
Nachrichten aus der Johannesgemeinde Feed abonnieren