Aktuelle Themen und Herausforderungen

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Der Dekanatsbezirk als Netzwerk der Kirche vor Ort:

Netzwerk DB ER

Der Dekanatsbezirk Erlangen versteht sich als Netzwerk. Ein Netzwerk der Kirche vor Ort aus Gemeinden/ Regionen und dekanatsweiten Diensten. Bei neuen Herausforderungen heißt die Frage nicht: Wer ist zuständig für ...? Sondern: Wen brauchen wir am Tisch, damit wir das Anliegen gut bearbeiten können?

Wenn das Netzwerk die Hardware ist, dann sind Projekte die Software. Hier können wir als Kirche (vermutlich nicht nur in Erlangen) noch viel ausprobieren und lernen. Wo sind die Orte, an denen frische Projektideen zwischen verschiedenen Netzwerkpartnern entstehen? Wie sieht ein wirksames Projekte-Management auf Dekanatsebene aus? Wie kommt es zu klugen Prioritätensetzungen, die vor Überlastung einzelner bewahren? Wie viel Freiraum für Projekte braucht es in den jeweiligen Stellenbeschreibungen und Dienstordnungen?

Ein Nebeneffekt: Netzwerk-Denke und Projektmanagement könnten auch den Prozess der Landesstellenplanung entlasten. Nicht alle Themen und Herausforderungen müssen in Stellen(anteilen) gedacht werden. Manches kann vielleicht sogar wirkungsvoller als Projekt bearbeitet werden – wenn(!) bei den Einzelnen dafür Ressourcen eingeplant sind.

 

Einige Themen wurden als Teilprojekte im Rahmen der Dekanatsentwicklung bearbeitet:

  1. Das Kita-Geschäftsführer-Modell wurde in den ersten drei Regionen des Dekanatsbezirks eingeführt: Mitte-Ost, Ost und Nord+. Im Sommer 2019 soll es auf seinen Ertrag überprüft werden. Das Modell kann mit wenig Aufwand in weiteren Regionen des Dekanatsbezirkes angewandt werden.
     
  2. Restrukturierung der dekanatlichen Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit Reinhold Ostermann (zuständig für Konzeptionsentwicklung im Amt für Jugendarbeit der ELKB). Hier ging es nach einer Bestandsaufnahme und einem Abend mit den Verantwortlichen aus dem Dekanatsbezirk um grundsätzliche Klärungen. Wie kann die Zusammenarbeit zwischen den Kirchengemeinden und Regionen, der Evang. Jugend und dem CVJM neu organisiert werden (interner Arbeitstitel: „Entwicklungshelfer statt Rampensau“)? In Zukunft soll die Arbeit der Evang. Jugend v.a. in, mit und durch die Kirchengemeinden stattfinden. Anknüpfend an das, was in vielen Kirchengemeinden schon lebt an Jugendarbeit. Seit Sommer 2108 wird das neue Konzept in einer Pilot-Region erprobt. Im Sommer 2019 wird der erste Durchlauf mit der Proejektgruppe ausgewertet. Gleichzeitig beginnt der zweite durchgang mit einer weiteren Region. 
     
  3. Projekt „familienfreundliche Kirche/Gemeinde“: In einem arbeitsfeldübergreifenden Projekt werden mit 12 Kirchengemeinden und dekanatsweiten Diensten Erfolgsfaktoren erarbeitet werden, wie Kirche vor Ort für junge Familien (verschiedener Milieus) ansprechend und einladend ist und wie Kirche ihrem Auftrag für diese Zielgruppe gerecht werden kann. (Vgl. die Ergebnisse der 5. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung KMU V.) Im Jahr 2019 laufen Projekte und Prozesse in den einzelnen Kirchengemeinden: Projekt „Familienfreundliche Kirche“
     
  4. Diakonie im Dekanatsbezirk – Ausblick: Intensive Gespräche mit Vorstand, Bezirksstelle, Kirchliche Allgemeine SozialArbeit (KASA) und Diakoniestationen zeigen, wie viel Potential in einer besseren Kooperation der Arbeitsbereiche mit den Kirchengemeinden und Regionen liegt. Beispiel: Verknüpfung von Besuchsdienstarbeit der Kirchengemeinden mit der ambulanten Pflege der Diakonie.

 

Im Rahmen der Dekanatsentwicklung wurden auch einige „kleinere“ Bereiche bearbeitet und weiterentwickelt: So wurde die Pfarrkonferenz neu gestaltet und die Rolle der Senioren im Pfarrkapitel neu geklärt. Für neue Mitarbeitende im DB wurde ein Einführungsvormittag konzipiert und durchgeführt. Unter der Überschrift „nur wer sich ändert, bleibt sich treu – Kirche und Gemeinde im Wandel“ fanden begleitend zur Dekanatsentwicklung vier Gesprächsabende statt.

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