Als Patenschaften hat man die Beziehungen zwischen Gemeinden in Deutschland und in anderen Ländern bezeichnet, so wie das ja auch aus dem persönlichen Bereich bekannt ist. Der eine gibt, der andere empfängt, der eine ist erwachsen im Glauben, der andere steckt noch in den Kinderschuhen. Wie das gedacht war, war unausgesprochen immer klar. Inzwischen jedoch ist ebenso klar, dass diese Sicht dem Verhältnis zwischen den Christen hier und in anderen Teilen der Welt nicht gerecht wird. So ist aus der Patenschaft die Partnerschaft geworden.
Einmal im Jahr im Februar finden in vielen Gemeinden des Erlanger Dekanats Gottesdienste zu Themen der weltweiten Kirchenpartnerschaft statt, in denen immer wieder ausländische Gäste mitwirken. Ein jährlicher Missionstag gibt Einblicke in die Lebenswirklichkeit von Christinnen und Christen, die in anderen Erdteilen und unter anderen politisch-sozialen Bedingungen leben.
Der nächste Missions-und Partnerschaftssonntag im Dekanat Erlangen findet am 11.März 2012 statt.
Seit 1989 unterhält das Evangelisch-Lutherische Dekanat Erlangen eine Partnerschaft mit der Lutherischen Theologischen Hochschule in Makumira/Tansania. Seit 2004 hat auch die Theologische Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg einen Kooperationsvertrag mit der tansanischen Schwester-Hochschule. Auf mehreren Partnerschafts-Reisen sind sich die deutschen und tansanischen Christinnen und Christen näher gekommen, haben voneinander erfahren, gelernt und viel miteinander erlebt.
Die Partnerschaft mit Lutherischen Kirchen in der ganzen Welt gehört zum Aufgabengebiet des Martin-Luther-Bund.